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Mit Atelier und Ruheraum für die Kleinen

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Von: Johannes Jais

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Die Richtkrone schwebte auf dem Weg zum Dachfirst scheinbar fast über den Köpfen von Bürgermeister Andreas Braunegger, Kindergartenleiterin Stephanie Mößmer, Zimmerer Alois Inning, Andrea Maier vom BRK-Kreisverband und Architekt Alexander Müller hinweg (von links).
Die Richtkrone schwebte auf dem Weg zum Dachfirst scheinbar fast über den Köpfen von Bürgermeister Andreas Braunegger, Kindergartenleiterin Stephanie Mößmer, Zimmerer Alois Inning, Andrea Maier vom BRK-Kreisverband und Architekt Alexander Müller hinweg (von links). © Jais

Denklingen – Der Architekt ist ebenso wie die meisten Gäste der Hebauf-Feier am Boden geblieben. Bürgermeister Andreas Bürgermeister war freilich obenauf. Beim Richtfest – knapp fünf Monate nach dem Spatenstich – gesellte er sich zu den Zimmerern aufs Dach.

Nachdem Alois Inning, der Zimmerermeister aus Stöttwang-Linden, zum Schluss des Richtspruchs mit kräftiger Stimme ein „Hoch, hoch, hoch“ ausgerufen hatte, ergriff Rathaus­chef Braunegger noch kurz das Wort. Er sprach vom „wichtigsten“ Bauvorhaben der Gemeinde. Erfreulich sei, dass kurze Zeit nach dem Spatenstich im März nun bereits Hebauf begangen werden könne.

Ein kurzer Rundgang im zweistöckigen Gebäude mit Architekt, Fachplanern, Sicherheitsingenieur, Handwerkern, Gemeinderäten, Bauhof-Mitarbeitern, Vertretern des BRK-Kreisverbandes Landsberg und Kindergartenleiterin schloss sich an. Von der mobilen Abtrennung im Mehrzweckraum des Erdgeschosses abgesehen, sind bereits alle festen Wände eingezogen.

Die große Kindertagesstätte, die auf einem gemeindlichen Grundstück zwischen Hauptstraße und Birkenstraße im Oberdorf errichtet wird, soll im Frühjahr 2023 bezogen werden können. Diesen Ausblick gab Architekt Alexander Müller vom Büro m2s (müller.schurr.architekten) aus Marktoberdorf.

In der neuen Tagesstätte in Denklingen, die nach ihrer Fertigstellung eine der größten Einrichtungen im Landkreis Landsberg sein wird, sollen bis zu 160 Kinder in fünf Regelgruppen und in drei Krippengruppen betreut werden. Die Kosten für das Gebäude betragen gut acht Millionen Euro.

In dem zweistöckigen Haus ist Platz für drei Krippen-Gruppen im Erdgeschoss und für fünf Regelgruppen im Obergeschoss. Dort werden auch ein Schlafzimmer für die Mittagsruhe und ein Atelier berücksichtigt, wo die kleinen Künstlerinnen und Künstler zukünftig malen und basteln können.

Träger der Kita ist der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes. Noch befindet sich der Kindergarten 500 Meter weiter nördlich in einem Gebäude, das aus allen Nähten platzt und das mitsamt Grundstück der Kirche gehört. Leiterin ist Stephan Mößmer. Zum Team gehören 20 pädagogische Kräfte. Die Mitarbeiterinnen der Hauswirtschaft kommen noch hinzu.

Zurzeit gehen 130 Buben und Mädchen in den Kindergarten Denklingen. Eine Gruppe ist im Container untergebracht, der auf dem Hof vor der Turnhalle steht. Im Waldkindergarten Denklingen, der eigenständig geführt wird, aber auch zum BRK-Kreisverband gehört, sind es 18 Plätze. Vom BRK Landsberg, das insgesamt bei 13 Kindertagesstätten der Träger ist, waren Geschäftsführer Andreas Lehner und Bereichsleiterin für Kitas Andrea Maier zum Heb­auf-Fest nach Denklingen gekommen.

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