80 Prozent mehr Wildschweine erlegt

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Ernst Schilcher und Anja Hörig von der Unteren Jagdbehörde nehmen mit Kreisjagdberater Josef Berger (von rechts) die Trophäen und Streckenlisten entgegen.

Pflugdorf – Die diesjährige Hegeschau hat alle Beteiligten erfreut. Ernst Schilcher von der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt war „sehr zufrieden“ mit den landkreisweit 3352 erlegten Rehen, die das Abschusssoll zu 106 Prozent erfüllten.

Und Georg Duschl, Vorsitzender des Jagdschutz- und Jägervereins Landsberg, verzeichnet erstmals wieder ein paar ältere Böcke unter den Trophäen. Zudem werten beide die 475 (Vorjahr: 265) erlegten Wildschweine als Indiz dafür, dass sich die Jäger dieses Problems verstärkt annehmen.

Imposante Keilerwaffen waren auf der Hegeschau zu sehen.

Allerdings zeigt die 80-prozentige Erhöhung der Abschusszahl im Vergleich zum Vorjahr auch, dass sich das Vorkommen der Schwarzkittel deutlich erhöht hat, sind sich Schilcher und Duschl einig. Die meisten Wildschweine wurden in den Hegegemeinschaften Paartal (110/Vorjahr: 61) und Ammersee (107/74) erlegt. In den Hegegemeinschaften Fuchstal, Süd und Windach waren es je um die 70 Tiere, in Lechfeld 45. Unter den Trophäen sind dabei einige „imposante Keilerwaffen“, so Duschl: Der älteste Keiler, der geschossen wurde, war demnach fünf Jahre alt.

Bei den Rehbock-Trophäen, die die Jäger ebenfalls jedes Jahr ausstellen müssen, verzeichnet der Vorsitzende eine „leichte Besserung“: Waren die erlegten Böcke in den vergangenen Jahren unter dem Druck des Abschusssolls oft viel zu jung, so seien diesmal wenigstens ein paar ältere, „annehmbare und gute“ Tiere dabei. Vereinzelt wurde auch Rot- und Damwild erlegt.

Den ganzen Tag über gaben sich die Jäger an diesem Samstag die Klinke des Bürgerhauses in die Hand. Für jedes einzelne Revier der sechs Hegegemeinschaften im Landkreis Landsberg präsentierten sie die Tro­phäen der erlegten Tiere, die Kreisjagdberater Josef Berger prüfte. Dann legten sie Ernst Schilcher und Anja Hörig ihre Streckenlisten mit der Anzahl aller erlegten Tiere vor.

Gegen 16.30 Uhr zeigt sich, dass zwischen 1. April 2012 und 31. März 2013 die Jäger in allen sechs Hegegemeinschaften mehr als erfüllt haben: In Süd sind es 108 Prozent (396 Tiere), in Fuchstal und Paartal je 107 Prozent (955/476 Tiere), in Ammersee 106 Prozent (650), in Lechfeld 104 Prozent (511) und in Windach 102 Prozent (364). Die letztgenannte Hegegemeinschaft ist die einzige, in der das Dreijahresabschusssoll nicht zwischen 103 (Paartal) und 108 Prozent (Ammersee und Fuchstal), sondern bei 98 liegt. Doch nachdem auch das jüngste Vegetationsgutachten dort positiv ausfiel, sieht Schilcher darin „kein Problem“.

Im gesamten Landkreis ist das Soll mit 9888 erlegten Rehen in den vergangenen drei Jagdjahren zu 105 Prozent erfüllt. Zwölf Prozent der Rehe gehen dabei als „Fallwild“ überwiegend auf das Konto des Straßenverkehrs. Im vergangenen Jagdjahr waren es ebenfalls zwölf Prozent oder 399 Tiere landkreisweit.

Zu den Rehen kommen im gesamten Landkreis noch 927 Füchse und 545 Hasen, die im abgelaufenen Jagdjahr erlegt wurden – die meisten davon in der Hegegemeinschaft Lechfeld, wo 218 Füchse und 203 Langohren zur Strecke gebracht wurden.

Daniela Hollrotter

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