Frei Wohnen im Spital

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Das waren noch Zeiten…

Landsberg – Es ist historisch begründet und nunmehr vom Stadtrat mit konkreten Aussagen verbrieft: das kostenfreie Mietrecht des Spitalpfarrers. Nach jüngstem Beschluss hat er Anspruch auf eine 80 Quadratmeter große Dienstwohnung in einem der zur Stif­tung gehörenden Gebäude.

Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Senioreneinrichtung sollte der Ratsbeschluss der „Klarstellung der Situation“ dienen. Das mietfreie Wohnrecht besteht seit 1881. Darüber hinaus erhielt der Spitalpfarrer für seinen Lebensunterhalt von der 1349 durch Herzog Ludwig V. genehmigten Stiftung sogenannte „Reichnisse“, wie etwa Lebensmittel und Brennholz. „Diese wurde später in Geldleistungen umgewandelt und 1979 durch einen Vertrag zwischen Stadt und Diözese Augsburg durch eine einmalige Zahlung abgelöst“, so der ehemalige Stadtheimatpfleger Anton Lichten­stern.

Festgesetzt ist seit vergangener Woche, dass der Spitalgeistliche Anrecht auf eine mietfreie „Drei-Zimmer-Wohnung in üblicher Größe“ (80 qm) hat. Im Gegenzug hat er für das geistliche und seelische Wohl aller Bewohner des Heilig-Geist-Spitals Sorge zu tragen – unabhängig von deren Bekenntnis. Mindestens einmal wöchentlich hat er einen Gottesdienst in der städtischen Einrichtung abzuhalten. Sollten deren betagte Bewohner eine Krankenkommunion oder einen -besuch wünschen, dann ist dieser vorzunehmen. Toni Schwaiger

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