Heilige Messe im Pfarrheim

Die marode Friedhofsmauer sei schuld daran, das die Dorfkirche St. Ulrich in Pestenacker einsturzgefährdet und auf unbestimmte Zeit gesperrt ist. Foto: Osman

Wer in diesen Tagen in Pestenacker eine Messe besuchen möchte, muss dies im örtlichen Pfarrheim tun. Grund: Die Dorfkirche St. Ulrich ist bis auf weiteres gesperrt – wegen akuter Einsturzgefahr. Schuld ist die alte Friedhofsmauer unterhalb des Gotteshauses. Sie ist inzwischen so marode, dass am Kirchenschiff Risse auftreten, die sich in letzter Zeit be­- unruhigend erweitert haben. Die Gemeinde und die Diözese Augsburg verhandeln nun darüber, wie es weitergehen soll.

Die Risse zwischen dem Westgiebel der Kirche und über dem Eingang haben sich in letzter Zeit arg verschlimmert, auch wurden Ende Oktober neue Schäden in der Südwand des Kirchenschiffs entdeckt. Von der Kirchenverwaltung alarmiert, schickte die Diözese einen Ingenieur zur Begutachtung, der die sofortige Schließung des Gotteshauses verfügte und nun dabei ist, eine Notabstützung für die Fried­hofs­mauer zu entwickeln. „Es ist geplant, diese Abstüztungsmaßnahmen zeitnah einzubauen“, verlautet aus der Pressestelle der Diözese. Eine entspre­- chende Firma sei bereits gefunden. Parallel dazu muss entschieden werden, wie mit der Mauer weiter verfahren wird. Hier stehen laut Gerhard Geisler, Verwaltungschef der Gemeinde, zwei Variaten zur Auswahl: Sanierung oder Neubau. Ein Neubau der Stützmauer mit entsprechender Statik würde schätzungsweise 150000 Euro kosten. „Die Gemeinde hat zugesagt, davon ein Drittel zu übernehmen“, so Geisler. Wohl in der Hoffnung, die Kirche für weniger Geld retten zu können, hat die Diözese allerdings auch eine Sanierung der Mauer mit einer so genannten Rückverankerung ins Gespräch gebracht. Eine verlässliche Kostenschätzung für diese Maßnahme liege laut Geisler noch nicht vor. Derweil sind die Kirchgänger in Pestenacker verärgert. „Man weiß schon seit Jahren, dass die Mauer baufällig ist“, sagt Mesnerin Irma Walch. Hätte man bereits früher etwas dagegen unternommen, hätte es nicht zur Kirchenschließung kommen müssen. „Jeder schimpft, wie so etwas sein kann.“

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