Ein Heim für drei Vereine?

Weckte auf der Generalversammlung Hoffnung auf ein neues Vereinsheim: VfL-Vorsitzender Heiko Gast. Foto: Schmid

Über ein gemeinsames Vereinsheim von Sport-, Musik- und Schützenverein wird in Denklingen nachgedacht. Sollte das Projekt zustande kommen, könnte insbesondere der VfL Denklingen wieder ein Zuhause finden. Denn wie mehrfach berichtet ist das Sportheim einsturzgefährdet und kann daher nur noch eine begrenzte Zeit genutzt werden.

Auf der jüngsten Generalversammlung berichtete VfL-Vorsitzender Heiko Gast, dass die Gemeinde einen Architekt beauftragt habe, eine Entwurfsplanung für ein gemeinsames Vereinsheim zu erstellen. Dafür habe die Gemeinde bereits ein 1500 Quadratmeter großes Grundstück östlich des Sportplatzes gekauft. Das Projekt sei bereits in vier Arbeitskreissitzungen besprochen worden, an denen Vertreter des Sportvereines und des Gemeinderates teilgenommen hatten. Beim letzten Treffen am 23. September sei zudem ange­sprochen worden, dass die Gemeinde überlegen sollte, ob sie entgegen gültiger Zuschussrichtlinien für das Projekt möglicherweise eine Finanzspritze in Höhe von 50 Prozent gewähren würde. Diesbezüglich erklärte Bürgermeisterin Viktoria Horber auf Anfrage des KREISBOTEN, dass es über die Zuschusshöhen bislang noch keine Diskussion im Gemeinderat gegeben habe. Der 50-Prozent-Zuschuss sei lediglich ein Vorschlag gewesen, der aus der Arbeitskreissitzung gekommen sei. Bevor man in der Gemeinde über Zuschüsse reden könne, müsse erst einmal die Entwurfsplanung stehen. Sie werde derzeit von dem Architekturbüro Peter Holzapfel in Epfach erstellt. Die Bürgermeisterin geht davon aus, dass das Vereinsheim auf über eine Million Euro kommen würde. Auf der VfL-Versammlung wies Gemeinderätin Regina Wölfl darauf hin, dass die Gemeinde derzeit finanziell „keine großen Sprünge machen kann“. Es würden Projekte wie die Glasfaserversorgung anstehen. Musikervorstand Jürgen Waldhör kon­- terte, dass der Bau eines Vereinsheimes nicht von dem Glasfaserprojekt abhängig gemacht werden sollte. Beim VfL erhofft man sich indes eine stärkere finanzielle Beteiligung der Gemeinde an dem möglichen Vereinsheim: Vorstandsmitglied Klaus Guggenmos: „Wir sind eine der reichsten Gemeinden in ganz Bayern; warum kann man da nicht mal Geld in die Hand nehmen und etwas finanzieren?“ Und Stefan Egner wies darauf hin, dass in anderen Gemeinden, etwa Obermeitingen, Rott oder Walleshausen, Sportheime mit großer Unterstützung der Gemeinden gebaut würden. Letztlich schlug VfL-Vorsitzender Heiko Gast allen Vereinsmitgliedern vor, der eine oder andere möge doch auf der Bürgerversammlung am 31. Januar aufstehen und sich für das Vereinsheim stark machen.

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