"Solche Leute braucht das Land"

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In neuem Licht möchte der Heimatverein Dießen und Umgebung künftig Ausstellungen im Vereinsdomizil Taubenturm (Foto) präsentieren.

Dießen – Zufrieden hat sich der Vorstand des Heimatvereins Dießen und Umgebung präsentiert: Die Kasse stimmt, die Veranstaltungen des Vereins kommen gut an und der Vereinsnachwuchs sorgt für Überraschungen. „Solche Leute braucht das Land, der Heimatverein hat sie“, lobte Vorsitzender Dr. Thomas Raff.

"Muntre Tuba“ soll die Vereinszeitung des Heimatvereins heißen, die Mitte April erstmals erscheinen wird. Der Name ergibt sich als Anagramm aus den Buchstaben „Taubenturm“ und ist zugleich eine liebevolle Anspielung auf das Engelchen, das auf der Turmspitze des Vereinsdomizils in sein Instrument bläst. Die Zeitschrift, die auf eine Initiative des Fotokünstlers Jörg Kranzfelder zurückgeht, soll sich vorwiegend mit Vereinsthemen beschäftigen und einen Überblick auf bevorstehende Veranstaltungen geben.

Relativ neu im Programm sei das Theaterangebot, betonte Raff in seinem Jahresbericht. Dazu zählt auch die Arbeit von Nue Ammann, die im Herbst 2012 eine eigene Bühnenbearbeitung des Romans „Der Beschenkte“ aus der Feder der verstorbenen Dießener Autorin Barbara König erstellte und erfolgreich inszenierte. Für dieses Jahr plant Ammann ein Theaterspiel, in dessen Mittelpunkt die Heiligen Drei Könige stehen sollen.

Film ist das Thema von Ulrike Kreutzer und Nina Munker. Im vergangen Jahr betreuten sie die Jugendjury des KurzFilmFestivals. „Die Jugendlichen sind ein Riesenpotential“, betonte Kreutzer. Beim Festival 2014 soll der „Generationen-Dialog“ im Mittelpunkt stehen. Die Fragestellung der Jungfilmer könnte laut Kreutzer sein „wie leben wir hier, wo platziert man sich als Jugendlicher in einem beschaulichen Ort mit großer Kunst?“. Oder auch ganz einfach: „Wurde früher auch heimlich am Dampfersteg ge­- raucht?“ 

Stolz zeigte sich Raff angesichts der Tatsache, dass die zahlreichen Kunst- und Kulturprojekte, die Jahr für Jahr unter dem Dach des Heimatvereins gestemmt werden, wieder kostendeckend waren. 2012 waren es unter anderem acht Ausstellungen, zwei Theaterproduktionen und das bunte Programm bei Sebastian Goys „Letzte Montage“. Als wichtige Einnahmenquellen hob er in diesem Zusammenhang den alljährliche Weihnachtsmarkt vor dem Marienmünster und nicht zuletzt die großzügigen Sponsoren des KurzFilmFestivals her­- vor.

Neues Licht

Wie Kassier Josef Graf im Kassenbericht ausführte, verfügt der Dießener Kulturverein aktuell über ein Vermögen von rund 65000 Euro, das teilweise fest angelegt ist. Vor diesem Hintergrund war es den zahlreich erschienen Vereinsmitgliedern ein Leichtes, einer Investition zugunsten des Taubenturms zuzustimmen. Hier soll noch vor Beginn der Ausstellungssaison ein neues LED-Beleuchtungssystem installiert werden. Zu diesem Zweck gab die Versamm­lung per einstimmigem Beschluss 11000 Euro frei.

Ursula Nagl

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