Bayerische Seenschiffahrt jubelt:

Neuer Rekord auf dem Ammersee

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Nostalgie-Fans lieben eine Ammersee-Rundfahrt mit der „Dießen“, dem ältesten Schaufelraddampfer Bayerns. Die Bayerische Seenschifffahrt konnte heuer mit 340.000 Passagieren auf dem Ammersee ein Rekordergebnis verzeichnen.

Inning/Stegen – Zum „Jahrhundertsommer“ hat es heuer nicht ganz gereicht. Der Deutsche Wetterdienst DWD spricht „nur“ von einem Rekordsommer mit durchschnittlich 770 Sonnenstunden. Für die Bayerische Seenschifffahrt auf dem Ammersee aber gab es trotzdem ein Rekordergebnis bei den Passagierzahlen. Über 340.000 Tickets wurden für die Motorschiffe „MS Utting“ und „MS Augsburg“ sowie für die Raddampfer „RD Dießen“ und „RD Herrsching“ verkauft. Wegen des anhaltend schönen Herbstwetters hat man am letzten Wochenende trotz Saisonende sogar noch ein paar außerplanmäßige Rundfahrten angesetzt, die bestens frequentiert waren.

Michael Grießer, der Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt mit Sitz in Schönau am Königssee, ist ausgesprochen zufrieden mit der Saison auf dem Ammersee. Im Vergleich zum durchwachsenen Sommer 2017 fuhren rund 47.000 Gäste mehr auf den Rundfahrten und Routen von Dießen nach Herrsching, Utting, Schondorf oder Breitbrunn. „Star“ war natürlich das erst 2017 in Dienst gestellte Motorschiff „Utting“ für 500 Passagiere, wobei bei den Kindern die Edelstahlrutsche vom Oberdeck ins Heck hinunter der Hit war.

Nostalgiker aber genossen die Fahrten auf dem 1908 gebauten historischen Raddampfer „Dießen“ oder auf dem Raddampfer „Herrsching“. Dieser Neubau von 2002 mit Charme und Luxus der großen Seereisen verbindet die Epoche hoher Schiffsbaukunst von früher mit dem Hightech von heute. Die Fans der beiden Raddampfer genießen den Blick bis hinüber zur Zugspitze ganz im Süden des Sees, während die Schaufelräder beruhigend im tiefblauen Wasser platschen.

Der ursprünglich mit Kohlen beheizte Schaufelraddampfer „Dießen“ galt lange Zeit als das Flaggschiff der Ammersee-Flotte. 1974 wurde er auf Diesel umgestellt und seitdem immer wieder generalüberholt. Die „Dießen“ ist der dienstälteste noch in Betrieb befindliche Raddampfer Bayerns. Viele denken, das sei der Raddampfer „Ludwig Fessler“ auf dem Chiemsee – weit gefehlt, der wurde erst 1926 in Betrieb genommen.

Problemloser Betrieb

Wie Michael Grießer beim Gespräch mit dem KREISBOTEN feststellte, gab es in der abgelaufenen Sommersaison keinerlei Pannen, Unfälle oder Zwischenfälle. Sogar der teilweise niedrige Wasserstand des Ammersees habe zu keinen Problemen geführt so wie vielerorts bei der Flussschifffahrt.

Jetzt überwintert die Ammersee-Dampferflotte in der Stegener Werft und wird ausgiebig gewartet. Die neue Saison startet am 14. April 2019.

Dieter Roettig

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