Ein Herz für den Dialekt

Franziska Ostner, hier bei einer Führung durch die Kirche St. Wolfgang in Thaining, erhielt vor Kurzem für ihre Verdienste um den Lechrainer Dialekt die Ehrennadel der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Foto: Glatz

Dem heimischen Lechrainer Dialekt hat sich Franziska Ostner verschieben. Die Mundartforscherin und Autorin erhielt jüngst von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAW) die Ehrennadel für besondere Verdienste. Die 86-jährige Franziska Ostner arbeitete lange Zeit ehrenamtlich am neuen Bayerischen Wörterbuch und dafür erhielt sie diese besondere Ehrung.

Franziska Ostner ist vielen Menschen bekannt als langjährige Rektorin der Issinger Schule oder auch als kompetente Führerin durch die Thaininger und Vilgertshofener Kirchen. Wenige werden allerdings wissen, dass sie auch eine aktive Mundartforscherin und Autorin ist. Besonders der vom Aussterben bedrohte heimische Lechrainer Dialekt liegt ihr am Herzen. Nun wurde ihr eine besondere Ehrung zuteil: Sie erhielt von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Ehrennadel für besondere Verdienste verliehen. Im Text der Urkunde heißt es: „Das Bayerische Wörterbuch bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften verleiht als Ausdruck des Dankes und der Anerkennung für langjährige ehrenamtlichen Mitarbeit am neuen Bayerischen Wörterbuch Franziska Ostner die Ehrennadel für besondere Verdienste.“ Die Arbeit am Bayerischen Wörterbuch hat die 86-Jährige aus Thaining nun aufgegeben, sie ist aber noch immer als Autorin und Mundartsprecherin im Landsberger Autorenkreis aktiv, so bei den jährlich durchgeführten Lechrainer Mundartveranstaltungen. Zusammen mit Otto Stedele, dem Mentor der „Freunde des Lechrainer Dialekts“, und mit Klaus Wuchner arbeitete sie unter anderem an der Herstellung von zwei CDs mit: „Eine Wallfahrt nach Andechs“ und „Lechrainer Geschichten“. Die beiden Tonträger, in denen der Lechrainer Dialekt dokumentiert werden soll, und in denen allerlei Geschichten und Wissenswertes aus dem Lechrain gesammelt sind, wurden inzwischen in das Archiv der Kommission für Mundartforschung der BAW aufgenommen. Für die Dialektfreunde im Landsberger Autorenkreis Auftrag und Verpflichtung, sich auch weiterhin mit der Lechrainer Sprache zu befassen.

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