Mehr Geld fürs Parken:

2 Euro pro Stunde

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„Parken in den Tiefgaragen sollte günstiger als oberirdisches Parken sein!“ Diesem Grundsatz folgend sollen der Stadtrat heute Abend die neuen Gebühren beschließen.

Landsberg – Der kommunalpolitisch interessierte Handballfan hat es heute Abend nicht leicht: WM-Viertelfinale oder Stadtratssitzung? In beiden Veranstaltungen steckt viel. In der Lechstadt geht es unter anderem um Details zur Umgestaltung des Hauptplatzes sowie um die neuen Parkgebühren. Inzwischen hat der Stadtrat entschieden.

Allein diese beiden Themenblöcke hätten es verdient, in einer eigenen Ratssitzung intensiv behandelt zu werden. Stattdessen enthält die Tagesordnung 35 öffentliche Punkte, um 18 Uhr ging’s los. An siebter bis neunter Stelle standen die neuen Parkgebühren. Geht es nach Verwaltung und Stadtwerke sollen sie kräftig steigen – allein das ließ eine rege Debatte im Stadtrat erwarten.

Da die Tiefgaragen Schlossberg und Lechstraße mit rund 1000 Stellplätzen aktuell einen Jahresverlust von 750000 Euro „erwirtschaften“, hofft Stadtwerkevorstand Norbert Köhler, dass die Ratsmitglieder dem Vorschlag des Kommunalunternehmens folgen werden. Die wichtigsten Erhöhungen laut Verwaltungsvorschlag: Kurzparken von 1 auf 1,50 Euro je angefangener Stunde und maximale Tagesgebühr von 6 auf 9 Euro; private Dauermiete 24 Stunden von 62,50 auf 75 Euro sowie 14 Stunden von 52,50 auf 60 Euro; Nachteinstellplatz von 10 auf 20 Euro; Quartiersgarage von 31,25 auf 50 Euro. Damit käme man laut Köhler auf eine „schwarze Null“. Alternativ gibt es vier Fraktionsvorschläge und einen des Einzel­handels, die zu einer „Ver­schlech­terung des Jahresergebnisses“ zwischen 63000 (CSU) und 630000 Euro (Einzelhandel) führen.

Der Stadtrat schloss sich bei seiner Empfehlung an den beschließenden Verwaltungsrat der Stadtwerke beim Kurzparken an den Vorschlag des Einzelnhandels an: Jeweils 50 Cent für die ersten beiden 30 Minuten, für jede weitere Stunde 2 Euro. Ansonsten blieb es bis auf eine Ausnahme bei den vorgeschlagenen Sätzen: Der Nachteinstellplatz wird nicht auf 20, sondern nur auf 15 Euro pro Monat erhöht.

Für das oberirdische Parken, so der kurz vor 20 Uhr gefallene Beschluss des Stadtrates, kosten die ersten beiden 30 Minuten je 1 Euro (bisher 50 Cent), danach jede angefangene Stunde 2 Euro (bisher 50 Cent pro angefangener Viertelstunde). Dies gilt für die Zeit zwischen 9 und 18 Uhr, danach sind bis 24 Uhr insgesamt 2 Euro zu berappen und von Mitternacht bis 8.59 Uhr ist das Parken kostenfrei.

Im Bereich der Von-Kühlmann-Straße und am "Papierfleck" vor dem Mutterturm   ist werktags zwischen 9 und 18 Uhr eine Parkgebühr von 1 Euro je angefangener Stunde fällig. 

Toni Schwaiger

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