HSB hielt Dachau in Schach – Landsberger gewinnen gegen Tabellennachbar mit 90:79

Ihren fünften Sieg in Folge haben die Männer von den HS Basket Landsberg am letzten Wochenende eingefahren. Wichtig war der 90:79-Erfolg bei den Dachau Spurs vor allem wegen deren direkter Tabellen-Nachbarschaft. Mit jetzt 16:10 Punkten konnten sich die Landsberger nun vor Dachau auf Platz 6 schieben. War in Dresden beim ersten Spiel in diesem Jahr die Sache bereits nach dem ersten Viertel gelaufen und wurde mit 118:80 auch klar gewonnen, so war Dachau nicht gewillt, schnell aufzugeben.

So einfach, wie sich der Elf-Punkte-Vorsprung am Ende dann doch anhört, waren nämlich weder der Spielverlauf noch die äußeren Umstände dieser Begegnung. In einer ziemlich kalten Halle mit schwierigen Lichtverhältnissen, einem äußerst rutschigen Boden, dem selbst die Hausherren Tribut zollen mussten, und schlecht erkennbaren Feldlinien mussten die Lechstädter antreten. Darum ist umso bemerkenswerter, dass sie nie in Rückstand gerieten. Obwohl die Gegner laut Ankündigung an ihrem Reboundvermögen gearbeitet hatten, gelang es Dachau lediglich immer wieder die Differenz zu verkürzen. Über 23:18 kamen die Landsberger zu einem 52:41-Halbzeitstand. Waren bis dahin die Dreierwürfe gleichmäßig auf beiden Seiten verteilt, so konnte vor allem Jason Boucher den Dachauer Aufbau immer wieder zerstören, indem er deren Pässe abfing und damit eigene Schnellangriffe einleitete. Andererseits verhinderten unnötige Fouls auf Landsberger Seite, Dre Thornton kassierte kurz vor der Halbzeit sein drittes, einen klareren Vorsprung. Manche behaupten, dass Basketball ein körperloser Sport sei. So pflegen viele Schiedsrichter Körperkontakte, vor allem der Griff in den Wurfarm oder allzu rabiate Rebounds sofort zu unterbinden. Die Referees vom Samstagabend schienen am Gegenteil Gefallen zu finden. Besonders im letzten Viertel konnte der Kampf unter dem Korb nicht engagiert genug sein – auf beiden Seiten und ohne jegliche Konsequenz. Hinzu kamen unsichere Entscheidungen der Schiedsrichter, die sich mehrmals korrigierten. Daraus entstand Hektik, die leider auf beiden Seiten dazu führte, dass kaum noch überlegte Angriffe, geschweige denn durchdachte Spielzüge zu erkennen waren. Auch wenn die Dachauer gegen Ende des dritten Viertels bis auf fünf Punkte heran- kamen, so verhinderte die extrem dünn besetzte Bank des Gegners mit zwei (!) Auswechselspielern größeren Druck. Aber auch Jason Boucher, der nimmermüde die Bälle wegfischte und sein Team auch verbal antrieb, hat viel zu diesem Sieg beigetragen.

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