Noch einmal Kind sein

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Die 19 Betreuer/innen des Hilti-Sommerferien-Camps in Kaufering machen einen großartigen Job. PR-Chefin Claudia Wallner (links) und Kauferings Jugendbetreuer Eduard Sokolwski (vorne rechts) kümmerten sich an manchen Tagen bis zu 130 Kinder.

Kaufering – In der Kauferinger Grund- und Mittelschule war jetzt richtig was los – trotz der Ferien. Zwei Wochen lang waren die Unterrichtsräume und die Turnhalle Zentrum des diesjährigen Hilti-Sommerferien-Camp. Im Schnitt wurden täglich rund 100 Kinder in den beiden Wochen von 8 bis 17 Uhr betreut.

Eduard Sokolowski, der in Kaufering für die Jugendarbeit verantwortlich ist, hatte im Auftrag der Gemeinde und mit finanzieller Unterstützung der Firma Hilti wieder ein kunterbuntes Angebot für den Nachwuchs organisiert. Neun Stationen wurden für die sechs- bis zwölfjährigen Kinder angeboten. Sie konnten sich auf Weltreise begeben, Zirkuskunststücke üben, in zwei Kreativwerkstätten basteln und experimentieren, den Tag im Wald verbringen oder einfach nur Sport und Spiele betreiben. Für die Fußballer gab es eine eigene Gruppe, ebenso für die Kinder unter sieben Jahre.

Aileen traf der „KREISBOTE“ gerade auf der „Weltreise“. Aus Stoff bastelte sie einen „Kiwi“, den flugunfähigen nachtaktiven Vogel, der in den Wäldern Neuseelands lebt. Die Ägyptenreisenden wurden mittels Klopapier in Mumien verwandelt und die Japantouristen beschäftigten sich beispielsweise mit Sushi. Pädagogisches Ziel der Weltreisen war es, viele Informationen über die Länder zu vermitteln. Aileen war auch schon in der Gruppe, die sich mit der Grünen Insel Irland beschäftigte. Es gehört zum Prinzip des Sommercamps, dass die Kinder am Ende jeden Tages sich aussuchen können, in welche Themengruppe sie am nächsten Tag gehen wollen.

Mit dem Wetter hatten die Organisatoren des Sommercamps richtig Glück. Es waren die heißesten Tage des Jahres. Trotzdem kam die Abkühlung nicht zu kurz. Eigens für das Camp waren drei große und ein kleines Planschbecken angeschafft worden.

Während in der Kreativgruppe I gerade „Windspiele“ gebastelt wurden, beschäftigten sich die Kinder der zweiten Gruppe mit dem Basteln von Schmuckkästchen – natürlich inklusive Schmuck. Sonja und Julia betreuten die Kästenbauer. Beide sind Studentinnen. Sonja kommt aus dem Fuchstal und studiert Theater und Medien, ihre Kollegin aus Langerringen beschäftigt sich in ihrem Studium mit Lebensmitteln und Ernährung. Beide sind schon seit vielen Jahren dabei. Insgesamt stehen 19 Betreuer, vorwiegend Studenten aus den pädagogischen Bereichen, den Kindern zur Seite.

Neun Euro kostete die Betreuung pro Kind und Tag, Mittagessen inklusive. Die Eltern hatten die Möglichkeit, einzelne Tage, Zeiträume oder das komplette Programm zu buchen. Jeden Tag pünktlich um 12.00 Uhr trafen sich alle Kinder mit ihren Betreuern in der großen Aula der Mittelschule. Dort wurden die einzelnen Gruppen zur Essensausgabe aufgerufen. „Das Ganze lief immer sehr diszipliniert ab“, resümierte Eduard Sokolowski.

Bürgermeister Erich Püttner zeigt sich sichtlich stolz auf das Kauferinger Sommercamp. Im gesamten Landkreis Landsberg gäbe es kein vergleichbares Angebot an Ferienbetreuung. „Wir sind Hilti dankbar, dass sie uns das Camp ermöglichen“. Die Idee dazu kam aus den Reihen der Hilti-Mitarbeiter, betonte die für die Unternehmenskommunikation zuständige Claudia Wallner. 2007 sei das erste Hilti-Camp gestartet worden. Etwa die Hälfte der Teilnehmer sind Kinder von Hilti-Mitarbeitern, die andere Hälfte seien Buben und Mädchen aus Kaufering. Wallner findet das Camp super: „Hier möchte man nochmal Kind sein“.

Siegfried Spörer

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