Dem Himmel nah

„Die Priester“ mit (von links) Vianney Meister, Rhabanus Petri und Andreas Schätzle präsentierten gestern in St. Ottilien ihre DC „Spiritus Dei“ Foto: Barz

Weihnachten kann nicht mehr weit sein, denn die Welle der Benefiz-CDs rollt an. Ein ganz besonderes Exemplar kommt in diesem Jahr aus dem Kloster St. Ottilien: „Spiritus Dei“ heißt das Werk, gesungen von den drei Priestern Vianney Meister, Rhabanus Petri und Andreas Schätzle. Das Trio interpretiert Kirchenlieder, klassische Stücke und sogar zwei Pop-Titel auf ebenso eindrucksvolle wie eingängige Weise. Ein Teil der Verkaufserlöse aus dem Album geht an ein Hilfsprojekt in Tansania.

Schirmherr des Musikprojekts ist der benediktische Abtprimas Notker Wolf, ehemaliger Erzabt von St. Ottilien. Gemeinsam mit dem Zisterziensermönch Karl Wallner gab er den Anstoß zu der Produktion und suchte die passenden Stimmen aus. Sie gehören drei Geistlichen aus ganz unterschiedlichen Wirkungskreisen: Benediktinerpater Vianney Meister ist Chefkantor der Mönchs-Schola in St. Ottilien und Leiter des Klosterinternats. Abt Rhabanus Petri führt seit 2007 das Kloster Schweiklberg in Vilshofen an der Donau, und Andreas Schätzle arbeitet als Diözesanpriester in Wien, wo er sich besonders in der Jugendarbeit engagiert. Alle drei haben einen veritablen musikalischen Hintergrund. Vianney Meister hat als erfahrener Sänger des gregorianischen Chorals bereits bei vielen Konzerten mitgewirkt und auch einige CDs eingespielt. Rhabanus Petri spielt Orgel und Tuba und sagt von sich: „Ich singe für mein Leben gern.“ Andreas Schätzle hat in Mainz und Wien Musik studiert, beherrscht mehrere Instrumente und schreibt seit vielen Jahren eigene Lieder. Er ist außerdem Programmdirektor des christlichen Senders Radio Maria Österreich. Für ihr gemeinsames Album haben die Priester eine Mischung aus bekannten klassischen Stücken („Freude schöner Götterfunken“, „Die Mol­dau“) und Kirchenliedern („Oh Haupt voll Blut und Wunden“, „Tantum Ergo“) gewählt und diese teilweise auf moderne Art mit Hip-Hop-Beats und Bolero-Rhythmen arrangiert. Zwei Pop-Titel – „Hallelujah“ von Leonard Cohen und „Dieser Weg“ von Xavier Naidoo – schlagen die Brücke zur Musikwelt der Gegenwart. Aufgenommen wurde das Album im Juni dieses Jahres in den Weryton Studios bei München unter der Leitung eines erfahrenen Produzententeams. An dessen Spitze stand Thorsten Brötzmann, der auch die Band „Unheilig“ produziert. „Wir wollen mit unseren Liedern Hoffnung und Begeisterung auslösen und auch helfen, über Schmerzen im Leben hinweg zu kommen“, sagen die singenden Priester. Außerdem wollen sie Werbung für ihre Heimatklöster machen und Interessierte zu einem Besuch einladen, um Einblicke ins mönchische Leben zu bekommen. Und einem guten Zweck dient das Ganze auch noch: 50 Cent von jedem verkauften Album gehen an ein Waisenhaus in Tansania. Die Priester haben gute Chancen, mit ihrem Album einen großen Erfolg zu landen. Drei Iren haben Ähnliches bereits vorgemacht: The Priests, drei irische Gemeindepfarrer, fanden sich 2008 zum gemeinsamen Singen zusammen, haben inzwischen zwei Alben herausgebracht und in vielen Ländern die Hitparaden erobert. Das am gestrigen Dienstag in St. Ottilien präsentierte Album „Spiritus Dei“ ist ab Freitag im Handel erhältlich.

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