Vandalismus in der Zone

Fußgängerzone Dießen: Strafzettel sollen abschrecken

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Wer nicht sehen will, muss zahlen. Hier bekommen gerade drei Falschparker in der Dießener Wochenendfußgängerzone 30 Euro-Strafzettel. Die Einfahrt in die Mühlstraße ist inzwischen so beschildert, dass man sie nicht übersehen kann.

Dießen – Waren es die Gegner der temporären Fußgängerzone in Dießens „guter Stube“ oder war es „nur“ Vandalismus von Randalierern? Diese Frage stellt man sich im Ordnungsamt der Marktgemeinde, nachdem in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Fußgängerzonen-Beschilderung zum Untermüllerplatz mutwillig aus den Verankerungen gerissen und diese stark beschädigt wurden. Geschäftsleiter Karl Heinz Springer will der Sache auf den Grund gehen und erwägt Strafanzeige gegen Unbekannt.

Wie im KREISBOTEN berichtet, ist seit vergangenem Wochenende die Schonzeit für Auto- und Motorradfahrer vorbei, die trotz eindeutiger Hinweisschilder durch die Mühlstraße und den Untermüllerplatz fahren und dort auch parken. Bevor es jetzt ernst wurde, hat die Gemeinde zusätzliche Schilder aufgestellt, so dass die Standard­ausrede „Nix gesehen“ nicht mehr gilt. An den ersten Wochenenden hat der für die Parkraumüberwachung zuständige Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland nur „Gelbe Karten“ an motorisierte Besucher ausgegeben, um auf die Fußgängerzone aufmerksam zu machen. Die Marktgemeinde ließ zusätzlich Flyer vor Ort und auch als Postwurfsendung an alle Haushalte verteilen.

Das alles half nur bedingt, denn auch am letzten Wochen­ende herrschte teilweise reger Fahrverkehr in der Fußgängerzone, und es wurde wieder vorschriftswidrig geparkt. Zwei Oberland-Mitarbeiter hatten demnach viel zu tun und schrieben sowohl am Samstag und am Sonntag Dutzende von Strafzetteln. Für Karl Heinz Springer ist es unverständlich, dass sogar Dießener das Verbot ignorierten, darunter „Wiederholungstäter“, die trotz einem Samstags-Knöllchen am Sonntag darauf gleich wieder falsch parkten.

Die Zufahrten können wegen der Anlieger mit Sondergenehmigung und wegen möglicher Rettungseinsätze nicht ganz gesperrt werden. So bleiben nur die konsequente Parkraumüberwachung und Polizeikontrollen für den fahrenden Verkehr.

Dieter Roettig

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