Produkte aus Stahl

Innovatives aus dem Lechrain

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Schirmherrin und Forschungsministerin Johanna Wanka überreichte den Innovationspreis an Dr. Torsten Eder (Mercedes), Dr. Thomas Brücher (Hirschvogel-Geschäftsführer Vertrieb, Einkauf und Entwicklung) und Dr. Alexander Sagel (KSPG-Division Hardparts); Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar moderierte die Preisverleihung (von links).

Denklingen – Die Hirschvogel Automotive Group hat zum zweiten Mal einen Stahl-Innovationspreis gewonnen. Die Nutzung des Werkstoffs Stahl zur Reduzierung des Verbrauchs von Dieselmotoren bewog die Jury, in der Kategorie „Produkte aus Stahl“ den 2. Platz an das Denklinger Unternehmen und an die beiden weiterer Preisträger Daimler und Kolbenschmidt zu vergeben. Die Preisverleihung in Berlin nahm Forschungsministerin Johanna Wanka vor.

Das in Berlin ausgezeichnete Hirschvogel-Bauteil für den Monoblock-Stahlkolben mit umformtechnisch hergestelltem Kühlkanal.

In einer mehrjährigen Entwicklung hat Hirschvogel gemeinsam mit Kolbenschmidt einen Kolben für die Anwendung im Dieselmotor realisiert (siehe Foto unten rechts). Er weise in einer Prozesskette aus Massivumformung und Bearbeitung ein herausragendes Merkmal auf: „Der Kolben besitzt im Inneren einen Kühlkanal, mit dem die Kolbenoberseite vor Überhitzung durch die Verbrennung geschützt wird”, erläutert Hirschvogel-Sprecherin Claudia Bieberstein. „Dabei ist das Bauteil aber als Monoblock konzipiert, das heißt es ist aus einem Stück gefertigt.” Dies verleihe ihm eine herausragende Haltbarkeit unter den harschen mechanischen Bedingungen im Verbrennungsmotor. Bauteile anderer Kolbenhersteller seien aus zwei Einzelteilen gefügt.

Der Einsatz des Monoblock-Stahlkolbens führe aufgrund der höheren thermischen Beständigkeit des Stahls im Vergleich zu Aluminium zu einer Verbrauchsreduzierung von mindestens drei Prozent. Dabei weise er eine verringerte Kompressionshöhe mit Vorteilen bei Motorhöhe und Reibung auf, und dies bei einem „Subsystemgewicht” (Kolben, Kolbenbolzen und Pleuel), das etwas leichter sei als beim abgelösten Aluminiumkolben.

Der Stahl-Innovationspreis, der in verschiedenen Kategorien alle drei Jahre verliehen wird, geht für dieses Projekt zu gleichen Teilen an Daimler, Kolbenschmidt und Hirschvogel. Dabei werde besonders hervorgehoben, was bei solchen anspruchsvollen Projekten inzwi- schen zur Selbstverständlichkeit geworden sei: „Hochbelastete Komponenten, die die automobilen Megatrends Verbrauchsreduzierung, Downsizing oder Leichtbau unterstützen, lassen sich heute nur noch erfolgreich entwickeln, wenn die Kompetenzen der Werkstofftechnik, Umform- und Bearbeitungstechnologien sowie der Systemhersteller und Endanwender intensiv zusammenarbeiten”, so Bieberstein.

Die Hirschvogel Automotive Group stelle sich diesen Anforderungen durch den kontinuierlichen Aufbau der Entwick- lungskompetenz und des Projektmanagements.

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