Mobilität im Umbruch

Hirschvogel macht e-mobil

Augmented-Reality-Präsentation - Hirschvogel
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Für die IAA Mobility entwickelt: Die Augmented-Reality-Präsentation, hier beim Test im Hirschvogel-Werk in Denklingen, macht ihre Vorteile für das Publikum greifbar.

Denklingen – Die Automobilindustrie ist im Umbruch. Die Anforderungen an die Mobilität wandeln sich. Eine Entwicklung, der sich der international agierende Automobil­zulieferer Hirschvogel stellt. Man wolle alle sich daraus ergebenden Chancen nutzen und gemeinsam mit den Kunden den Wandel mitgestalten, betont Jörg Rückauf, seit 1. Juli Geschäftsführer der Unternehmensgruppe und verantwortlich für das Zukunftsgeschäft.

Das stahl- und aluminiumverarbeitende Familienunternehmen mit Stammsitz in Denklingen erweitert sein Leistungsspektrum seit einigen Jahren systematisch. Im Automobilbereich geht es in neue, vom Verbrennungsmotor unabhängige Produkte. Hirschvogel öffne sich neuen Branchen im Mobilitätsumfeld und investiere über Beteiligungen an Technologieunternehmen in neue Geschäftsfelder. „Gewachsen ist daraus ein Netzwerk an Partnerunternehmen“, so Unternehmenssprecherin Michaela Heinle.

Neuer Name

Auf der diesjährigen IAA Mobility in München (7. bis 12. September) präsentiert sich Hirschvogel erstmals gemeinsam mit einem Teil dieser Netzwerkpartner. Unter dem Namen „Hirschvogel Mobility Network“ stellen sie Komponenten und Dienstleistungen für Mobilitätskonzepte der Zukunft vor. Mit dabei sind: Eatron Technologies, Spezialist für intelligente Software in elektrischen und selbstfahrenden Mobilitätskonzepten; Usaneers, Experte für die Entwicklung innovativer Anzeige-­Bedienkonzepte für die Automobilindustrie; Automotive Synergies, Anbieter von Elektroniksystemen für Pkw und Nutzfahrzeuge, sowie das Hirschvogel Innovation Center, das die Innovationsprojekte koordiniert.

Für die Kurzstrecke

Im Zentrum des Messeauftritts steht die neue Marke AXIMO (aus dem Lateinischen: Achse und Bewegung), mit der das Hirschvogel Mobility Network in den Markt der Mikromobilität aufbricht. In AXIMO verbinden sich die Kompetenzen und Leistungen der einzelnen Netzwerkpartner zu einer Komponentenplattform für drei- oder vierrädrige Mikromobile. Die Plattform, die massiv umgeformte und weiterveredelte Bauteile ebenso wie Bediendisplays und Softwareanwendungen umfasst, ist als Baukastensystem angelegt. Mit den Modulen lassen sich auf Kunden­seite unterschiedliche Konzepte für Kleinstfahrzeuge kosteneffizient realisieren. Auf der IAA Mobility werden als Anwendungsbeispiele ein Lieferroboter und ein Lastenfahrrad präsentiert.

Mit der neuen Marke AXIMO (Foto), der Komponentenplattform für mikromobile Fahrzeugkonzepte, präsentiert sich die Hirschvogel-Gruppe auf der IAA Mobility in München.

Im Automobilzulieferbe­reich wartet das Hirschvogel Mobility Network mit einem wachsenden Portfolio an Komponenten im Bereich der E-Mobilität auf. Darunter Kühlkörper für Leistungselektronik, die in massiv umgeformter Ausführung die Wärmeleitfähigkeit verbessern.

Produkthighlights sind zudem Statorgehäuse und einbaufertige Rotorwellen für E-Motoren in Mikromobilen, Pkw oder Nutzfahrzeugen sowie massiv umgeformte und weiterveredelte E-Getriebewellen für Auto und Lastwagen. Im Verbund mit den ebenfalls ins Portfolio aufgenommenen Differentialen und Komponenten für Seitenwellen könne Hirschvogel somit den gesamten E-Antriebsstrang abdecken.

Diese einbaufertigen Differentiale und Differentialkegelräder erweitern das Spektrum der vom Antriebskonzept unabhängigen Hirschvogel-Komponenten. Eine Augmented-Reality-­Präsentation (erweiterte Realitätswahrnehmung) macht ihre Vorteile für das Publikum auf der IAA Mobility greifbar.

Neue Leichtgewichte

Darüber hinaus werden im Bereich Fahrwerk Lenkerbauteile, Schwenklager und Radträger aus geschmiedetem Aluminium vorgestellt, kündigt Heinle an. Im Vergleich zu Aluminiumguss weisen sie verbesserte mechanische Eigenschaften auf und tragen als Leichtgewichte zur Gewichtsreduktion von Fahrzeugen bei.

„Mobilität wird vielfältiger. Das Leistungsspektrum von Hirschvogel auch. Wir wollen unsere Kunden mit passenden Komponenten und Dienstleistungen bei der Gestaltung und Realisierung ihrer Mobilitätskonzepte unterstützen. Dabei bringen wir unsere Fertigungskompetenz und gern auch unsere Auslegungskompetenz mit ein“, sagt Geschäftsführer Rückauf abschließend.

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