Metall aus dem 3-D-Drucker

Hirschvogel jetzt auch in Landsbergs "Industrial Makerspace" zuhause

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Informationsaustausch mit Besuchern des Infotags am neuen Standort von Hirschvogel

Landsberg – „Industrial Makerspace“ nennt sich das Gebäude am Penzinger Feld. Und folgerichtig hat sich dort die Hirschvogel Umformtechnik GmbH angesiedelt. Bei einem Infotag unter dem Motto „Innovationstreiber und Problemlöser“ stellte das Unternehmen am neuen Standort im Landsberger Osten das gesamte Leistungsportfolio des dort angesiedelten „Hirschvogel Tech Solutions“ vor.

Erst im letzten Jahr hatte das Unternehmen sein Leistungsspektrum unter dem Branding „Hirschvogel Tech Solutions“ erweitert, um Dienstleistungen im Bereich Bauteil-Entwicklung und -Herstellung anzubieten. In Landsberg habe sich laut Pressemitteilung inzwischen ein kompetentes junges Team etabliert, das sich den Fragestellungen der Kunden widme. Je nach Aufgabenstellung erfolge die Bearbeitung der Aufträge zusammen mit Experten aus dem Stammwerk in Denklingen.

Am Infotag im April wurde das gesamte Leistungsportfolio vorgestellt. Die Resonanz auf die Einladung sei positiv gewesen: So konnten Dr. Thomas Brücher (Geschäftsführer Vertrieb, Einkauf und Entwicklung) und Michael Dahme (Leiter Hirschvogel Tech Solutions) zusammen mit ihrem Team insgesamt fast 90 Teilnehmer begrüßen.

Den vorwiegend aus Südbayern kommenden Besuchern wurden Fachvorträge von externen und internen Referenten geboten. Anschließend hatte man die Gelegenheit zum Standort-Rundgang und zum Gespräch mit Experten des Unternehmens. An einzelnen Infoständen seien mögliche Anknüpfungspunkte zu den unterschiedlichsten Themen anhand zahlreicher ausliegender Beispiele diskutiert worden. Die generative Fertigung, unter dem Namen 3-D-Druck bekannt, werde nach Einschätzung von Experten die Fertigungsmöglichkeiten revolutionär erweitern. Hirschvogel biete die gesamte Prozesskette der generativen Fertigung an, deren Beherrschung laut dem Leiter von Hirschvogel Tech Solutions Michael Dahme „unbedingte Voraussetzung ist, um das Verfahren wirklich nutzbringend zu etablieren“.

Hierzu sei es notwendig, die gesamte Entwicklungs- und Produktionskette vom Lastenheft bis zum einbaufertigen Bauteil zu betrachten. Gerade die Kopplung der drei Bereiche Bauteilentwicklung, Werkstoffe undSchadensanalyse sowie generative Fertigung biete hier ideale Voraussetzungen.

Hirschvogel fertigt in Landsberg Bauteile mithilfe des Laserstrahlschmelzverfahrens, einem Schichtbauverfahren, das für sämtliche relevanten Metalle - unter anderem Werkzeugstahl, Edelstahl, Aluminium und Titan - angewandt werden kann. Dazu wird schichtweise Pulver aufgetragen, und programmgesteuerte Laserstrahlen schmelzen es auf vorgegebenen Bahnen auf. So entsteht Schicht um Schicht ein massives, praktisch porenfreies Bauteil mit laut Unternehmen „hervorragenden Eigenschaften“. Durch die Gestaltungsfreiheit des Verfahrens ließen sich völlig neue und stark funktionsorientierte Lösungen erreichen.

Darüber hinaus beschäftigt sich Hirschvogel mit dem Laserauftragsschweißen. Bei diesem Verfahren können beispielsweise auf einem Schmiedebauteil partiell zusätzliche Geometrieelemente aufgebracht werden, um Großserienbauteile kostengünstig mit Zusatzelementen für Varianten zu versehen. Diese Methode bezeichnet Hirschvogel als Hybridfertigung.

Neben dem Aufbau von Bauteilen aus Metall bietet der neue Branchenzweig des Unternehmens auch die Herstellung von Funktionsmustern, Vorrichtungen oder Bauteilen aus Kunststoff an.

Hirschvogel habe stark in den Know-how-Aufbau investiert, bevor nun die erste eigene Anlage zur generativen Fertigung von Bauteilen aus Metall in Landsberg in Betrieb genommen worden sei. Dies zahle sich nun für die Kunden von Hirschvogel aus Denn die könnten sich sicher sein, ein optimal entwickeltes und gefertigtes Bauteil geliefert zu bekommen, „das mit innovativen Ansätzen neue Lösungen ermöglicht“.

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