Faszination Waldhaus

+
Weit über 1000 Waldhausfans pilgerten am Freitag zum Jubiläumskonzert der Musikkapelle Frankenhofen zum ehemaligen Waldhauses im Sachsenrieder Forst.

Fuchstal/Denklingen – Weit über 1000 Besucher sind am „Tag der Deutschen Einheit“ bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen dem Ruf der Musikkapelle Frankenhofen gefolgt: Die Ostallgäuer (Markt Kaltental) hatten zum Jubiläumskonzert anlässlich des 150. Gründungstages des ehemaligen Waldhauses geladen. Und so bewegte sich ein nicht enden wollender Strom von Waldhausfans zu Fuß, per Fahrrad oder Pferdekutsche aus allen vier Himmelsrichtungen zielstrebig ins Zentrum des Sachsenrieder Forstes.

Vom Kleinkind bis hinauf zu Theresia Vöst aus Erpfting, die vor fast 84 Jahren im Waldhaus ohne Strom- und Wasseranschluss das Licht der Welt erblickte, und der 91-jährigen Aloisia Nowotny aus Osterzell, die von 1947 bis 1951 zusammen mit ihrem Ehemann Wilhelm selbst Wirtin des beliebten Ausflugslokales gewesen war, schwelgten alle Gäste in Erinnerungen an vergangene Waldhaustage. Gegen Mittag stellte Helmut Kögel aus Frankenhofen dann den gut gelaunten Besuchern das neue Waldhaus- Fotobuch vor, das mit über 260 Abbildungen die Erfolgsgeschichte des beliebten Ausflugszieles in Bildern für die Nachwelt nachzeichnet.

Manfred Groß, der durch das fast sechsstündige Musikkonzert führte, moderierte gekonnt den offiziellen Teil des Jubiläumsprogrammes: Mit dem Anbringen ihrer Gemeindewappen übergaben die Bürger- meister der vier Anrainergemeinden Markt Kaltental, Osterzell, Schwabsoien und Denklingen das neue, „landkreisübergreifende kleine Wald-Haus“ zu den Klängen der Bayernhymne seiner Bestimmung. Noch weiter aufgewertet wird der neue Unterstand durch eine beeindruckende Schnitzerei im großen Hüttentisch, ein Hüttenbuch für künftige Ausflügler sowie zwei aufwendig gestaltete Infotafeln.

Besonderen Beifall erhielten auch Gottlieb Gilg aus Denklingen und Bernhard Schäfer aus Schwabsoien bei der Enthüllung des drei Tonnen schweren Flyschsandsteines zum Gedenken an die 116-jährige Waldhauszeit von 1864 bis 1980. Als weitere Attraktion entpuppte sich das von Max Koch aus Sachsenried zur Verfügung gestellte Originalmobiliar aus der ehemals so beliebten Gaststätte. Besonders das noch sehr gut erhaltene Sofa verführte viele Waldhausliebhaber dazu, die harten Bierzeltbänke kurzzeitig zugunsten einer weichen Polsterung einzutauschen.

Anschließend machten bis zum Einbruch der Dunkelheit weiter unzählige Geschichten und Anekdoten aus der „guten, alten Waldhauszeit“ die große Runde. Die gewaltige Resonanz an diesem goldenen Oktobertag bewies nicht nur nach Ansicht der Veranstalter deutlich, dass der „völkerverbindende Geist des Waldhauses“ noch immer über die etwa 2,3 Hektar große, idyllisch gelegene Lichtung inmitten des Sachsenrieder Forstes weht.

Helmut Kögel

Auch interessant

Meistgelesen

Deko und Kunstobjekte aus aller Welt
Deko und Kunstobjekte aus aller Welt
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Töpfermarkt am Limit
Töpfermarkt am Limit
Geschlossen über die Ziellinie
Geschlossen über die Ziellinie

Kommentare