Hochklassig nach ganz oben

Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 30:22 Erfolg gegen den TSV Niederraunau haben die Landsberger Handballer diesen an der Tabellenspitze Landesliga- Süd abgelöst. Allerdings trennen den Ersten und den Siebten nur ganze zwei Punkte, die Liga ist nach wie vor sehr ausgeglichen. Im wieder gut gefüllten Sportzentrum boten beide Mannschaften dem Publikum ein hochklassiges, mitreißendes Spiel, die Stimmung war von ersten bis zur letzten Minute bombig.

Mit Jörg Friedrich, Sandor Schmid und Oliver Götsch fehlten dem TSV Landsberg drei Leistungsträger krank oder verletzt. Die Vorzeichen waren also nicht allzu günstig. Aber die Lücken wurden dank des breiten ausgeglichenen Kaders gut geschlossen. Von Anfang an zeigten die Gastgeber unbedingten Siegeswillen und legten hoch motiviert und mit voller Konzentration los. Ihre offensive Abwehr unterbrach immer wieder den Spielfluss der Niederraunauer und ließ vor allem ihre starke linke Angriffsseite nicht zur Entfaltung kommen. So ging man schnell in Führung (5:1/6.) und erst nach einer Auszeit konnten die Gäste, begünstigt durch unpräzise Landsberger Würfe, aufholen (5:4/9.) Aber die Gastgeber hielten dagegen und bauten ihren Vorsprung wieder auf 10:7 aus. Als sich dann Nachlässigkeiten in die Landsberger Angriffe und auch in die Abwehr einschlichen, konnten sich die Gegner wieder auf ein Tor heranarbeiten. Mit mehr Präzision hätte man jetzt deutlicher in Führung gehen können. Aber mit ein paar schnellen Gegenstoßtreffern gelang es bis zur Pause doch noch sich etwas abzusetzen (15:12). Nachdem Seitenwechsel machten die Landsberger da weiter wo sie aufgehört hatten: In der Abwehr stellten sie den Gegnern die Räume zu und vorne kamen sie durch druckvolle Angriffe zu schön herausgespielten Toren, der Vorsprung wuchs (19:14/34.). Auch ein Zwischenspurt der Gäste brachte diese kaum wieder heran (19:16/38.). Landsberg blieb in Angriff und Abwehr die bestimmende Mannschaft und die Niederraunauer Aktionen wirkten oft eher ratlos. Auch mehrere Torwartwechsel konnten die Landsberger Angriffe nicht stoppen, die Gästeabwehr stand ständig unter Druck (26:17/45.). Sogar in Unterzahl ließ der wieder treffsichere Roman Müller den Gegnern keine Chance. Es wurde schön kombiniert und bei etwas mehr Treffsicherheit wäre das Spiel jetzt schon entschieden gewesen. Doch kamen die Gäste noch mal heran, aber dann trafen die Landsberger wieder und konnten in den Schlusssekunden den 30. Treffer feiern – ihr Trainer Hubert Müller war hochzufrieden. Am Wochenende hat die Landsberger Truppe Gelegenheit ihre gute Form beim heimstarken TSV Freiberg II zu bestätigen.

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