Den "Hochsitz" neu besetzt

Der Landsberger Jagdschutz- und Jägerverein hat nun einen neuen Vorstand: Bei der kürzlichen Jahreshauptversammlung sind Manfred Schilcher, zum 1. Vorsitzenden, und Georg Duschl, zum 2. Vorsitzenden, einstimmig gewählt worden. Als Schriftführer bestimmten die Vereinsmitglieder Rudi Zehetner. Helmut Setzwein, bisheriger Schatzmeister, wurde in seinem Amt bestätigt. Der frühere erste Vorsitzende, Otto Janker, tritt aus gesundheitlichen Gründen kürzer. Sein Stellvertreter Dr. Sixt Seewald, der sich ebenfalls nicht mehr zu Wahl gestellt hatte, erklärte dem Jagdverband in verschiedenen Funktionen erhalten bleiben zu wollen. Auch Ernst Siebler hatte sich von seinem Amt als Schriftführer zurückgezogen.

Mit den Jagdfreunden warf Otto Janker zunächst einen Blick auf 2008, dass die Jäger zwar ruhig verlief, aber sehr teuer war. Grund war der Abbau des landkreiseigenen Schießstandes und die damit verbundene kostenintensive Entsorgung der über 500 Tonnen schweren Altlasten. Mehr als 23000 Euro mussten die Landsberger Jäger dafür aufwenden. Ausdrücklich bedankte sich der Verein bei Landrat Walter Eichner für die Unterstützung – ohne seine Hilfe hätte die Entsorgung ein noch größeres Loch in die Vereinskasse gerissen. Auszeichnung für Kiesewalter Dank ging auch an das Vereinsmitglied Jens Kiesewalter, der mit seinem Unternehmen ebenfalls zu einer Kostenersparnis beigetragen hat. Dafür erhielt er die Verdienstnadel des Deutschen Jägerverbands in Bronze. Für langjährige Mitgliedschaften wurden außerdem geehrt: Günter März (40 Jahre) sowie Alfred Lichtenstern, Josef Wolf, Franz Karl und Wolfgang Eitler für je 25 Jahre. Dem neu gewählten Vorstand wünschten Otto Janker und Dr. Sixt Seewald „erfolgreiches Waidmannsheil“ und bedankten sich bei den Mitgliedern für die gute Unterstützung während ihrer Vorstandszeit. Seine konkreten Ziele will der neue Vorstand nach ersten gemeinsamen Beratungen formulieren, gleiches gilt für die Bestellung der Obleute. Manfred Schilcher bat die bisherigen Obleute, zunächst weiterzumachen. Weiter erklärte der neue erste Vorstand, dass es neben der Aufstockung der Finanzen Ziel sei, das Gelände für die Hundeausbildung in Achselschwang zu erhalten. Vorrang vor allem anderen habe aber der Natur- und Artenschutz, denn „Jagen heiße, Verantwortung für Mensch und Natur zu übernehmen“, betonte Schilcher. Hunde und Kormorane In der anschließenden Diskussion kam das Problem der „überjagenden“ Hunde und der zu häufigen „Drückjagden“ zur Sprache. Dabei komme es leider zu oft vor, dass Hunde auch Wild aus Nachbarrevieren hetzen. Hans-Ulrich Röhl, Beauftragter des Fischereiverbandes Oberbayern im Landkreis informierte die Anwesenden über die erhebliche Zunahme der Kormorane, die ganze Gewässer leer fischen würden. Der Kormoran steht unter dem Schutz des europäischen und deutschen Artenschutzrechts. Nutzungs- und Schutzinteressen müssten daher vernünftig unter einen Hut gebracht werden. Beiderseits des Lechs, ab Katharinenbrücke bis südlich von Schongau sei das Abschießen des Kormorans nur mit einer Ausnahmegenehmigung erlaubt, erklärte Röhl. Die vereinseigene Bläsergruppe, die schon zu Beginn aufgespielt hatte, schloss die Jahreshauptversammlung musikalisch ab.

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