Erst Bäume, dann die Mauer

Hochwasserschutz für 2,6 Millionen Euro – Vorbereitungsarbeiten starten

+
Hochwasserschutz: Die Ufermauer an beiden Seiten des Lechs südlich der Karolinenbrücke müssen saniert werden. Die Vorarbeiten beginnen jetzt mit dem Fällen von Bäumen.

Landsberg – Gut 100 Jahre alt sind die Mauern zu beiden Seiten des Lechs bereits. Und über die vielen Jahrzehnte haben sie die Altstadt schon vor so manchem Hochwasser geschützt. Damit das auch in Zukunft funktioniert, ist jetzt dringend eine Sanierung notwendig. Im Herbst.

Noch diesen Monat beginnen die Vorbereitungsmaßnahmen, wie das Fällen von Gehölz, wie Johannes Haas vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim mitteilt. Betroffen sind der etwa 90 Meter lange Abschnitt auf der Ostseite und 650 Meter auf der Westseite, beginnend bei der Karolinenbrücke. Ziel sei es, im Herbst dieses Jahres mit den Hauptarbeiten zu beginnen.

Für die Bürger werden sich die Einschränkungen zunächst in Grenzen halten. „Es wird kurzfristige Teilsperrungen von Fußwegen auf der Ost- beziehungsweise der Straße an der Westseite geben“, erklärt Haas. Vollsperrungen versuche man zu vermeiden. Das dürfte wohl auch die Anwohner am Englischen Garten beruhigen.

Wenn es aber im Herbst mit den Hauptarbeiten richtig losgeht, dürfte das ein bisschen anders aussehen. Wie Oberbür­germeister Mathias Neuner bereits Ende vergangenen Jahres mitteilte, müsse man vom Campingplatz bis hin zum Klösterl mit „intensivem Lkw-Verkehr“ zur Baustelle rechnen.

Rücksicht auf Natur

Auf die Natur im Lechpark Pössinger Au nehme man so viel Rücksicht wie möglich, beteuert Haas. Deshalb sei das Vorgehen auch mit der Unteren Natur­schutzbehörde im Landratsamt abgesprochen. Westlich des Lechs sei es sowieso kein großes Problem, weil die Arbeiten alle von der Straße aus durchgeführt würden. Im Osten müsse zwar Gehölz entfernt werden, aber „die Natur erobert sich das schnell wieder zurück“, versichert Haas.

Allerdings gebe es ein etwa 130 Meter langes Teilstück Am Englischen Garten in Höhe des Spielplatzes, wo der Eingriff in die Natur etwas größer ausfällt. Dort soll ein Deich aufgeschüttet werden. Dieser sei deshalb notwendig, weil die Lechmauer an diesem Stück zu nah an den Gebäuden angrenze beziehungsweise die Häuser sogar auf der Mauer stehen. Deshalb sei eine Sanierung dort nicht möglich, wie Haas erklärt. Der Deich werde einen zuverlässigen Hochwasserschutz darstellen. Zuvor müsse das Gehölz dort dauerhaft entfernt bleiben. Aber man werde Ausgleichsmaßnahmen einleiten. Will heißen: Was der Natur am Englischen Garten weggenommen wird, soll an anderer Stelle wieder ersetzt werden.

Die Kosten für die Mauersanierung betragen nach derzeitigen Schätzungen 2,6 Millionen Euro; Kostenträger ist zu 100 Prozent der Freistaat Bayern. 

Stephanie Nvoy

Auch interessant

Meistgelesen

250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
Traditionsreiche Trachtenmode am Puls der Zeit von Daller Tracht
Traditionsreiche Trachtenmode am Puls der Zeit von Daller Tracht
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Endlich Grünes Licht fürs Feuerwehrhaus
Endlich Grünes Licht fürs Feuerwehrhaus

Kommentare