Der Entwurf steht

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Marode Ufermauern: Noch Ende des Jahres könnte mit den Vorbereitungen für die Sanierung begonnen werden.

Landsberg – Die Hochwasserschutzmauern oberhalb der Karolinenbrücke sind 1913 erbaut worden – nach über hundert Jahren sind sie marode und müssen dringend saniert werden. Seit über zehn Jahren steht dieses Projekt auf dem Plan des Wasserwirtschafts­amtes Weilheim. Der Entwurf ist zumindest abgeschlossen und wartet nun auf die Genehmigung. Noch Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres könnte das Wasserwirtschaftsamt aber mit den notwendigen Rodungen beginnen.

Um die maroden Betonmauern – die Ufermauer West im Bereich Englischer Garten und die Ufermauer Ost im Bereich Biergarten – überhaupt sanieren zu können, müssen temporäre Arbeitsplattformen im Flussbett errichtet werden. Dazu sind auch Rodungen nötig, die „im Idealfall Ende 2017 oder Anfang 2018“ beginnen können, so der zuständige Abteilungsleiter beim Wasserwirtschaftsamt Markus Brandtner.

Für eine solche Arbeitsplattform rechnet man mit etwa 2.000 Kubikmetern benötigtem Kies, was etwa 200 Lkw-Ladungen entspricht. Die Anfahrt soll hier auf der Ostseite über den Wildpark erfolgen, was vor einem Jahr zu Kritik aus dem Stadtrat führte. Eine Anfahrt durch die Krachenbergschlucht ist aber vom Tisch: Die Schlucht ist zu steil, „da würden wir im Winter Probleme mit den Baufahrzeugen bekommen“, so Brandtner. Ein weiterer Grund spreche außerdem gegen diesen Weg: Zwei Hochwasserrückhaltebecken fließen hier im Sommer über die Schlucht ab.

Die Kostenschätzungen für die gesamte Maßnahme liegt bei rund 2,3 Millionen Euro. Die Hälfte der Planungskosten (rund 100.000 Euro) trägt die Stadt, den Rest übernimmt der Freistaat.

Die Entwurfsplanung werde in den nächsten Tagen nach München geschickt, so Brandtner. Die Prüfung und Genehmigung durch die Regierung von Oberbayern würde in der Regel etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. „Ein Beginn der Rodungen Ende 2017 ist realistisch“, so Brandtner. 

Astrid Neumann

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