Nächste Runde im Pokalspiel geschafft

Red Hocks siegen mit 5:3 - trotz mangelnder Leistung

+
Marco Tobisch und seine Kollegen der Red Hocks brachten bei der Partie gegen Tübingen nicht ihre gewohnte Leistung aufs Spielfeld. Dennoch siegten sie mit 5:3.

Kaufering – Am vergangenen Wochenende ging es für die 1. Mannschaft der Red Hocks Kaufering in das benachbarte Baden-Württemberg. Auf dem Programm stand das erste Pokalspiel der Saison gegen die Tübingen Sharks. Die Mannschaft war positiv gestimmt und wollte den ersten Sieg der Saison einfahren. Doch das altbekannte Sprichwort „Im Pokal ist alles möglich“ sollte sich später noch bestätigen.

Mit einem stark verdünnten Kader traten die Red Hocks die Reise nach Tübingen an. Lediglich zwei Reihen standen Markus Heinzelmann zur Verfügung, da einige Akteure, darunter unter anderem Johannes Eckebrecht und Maxi Falkenberger, verletzungsbedingt ausfielen. Trotzdem war die Marschroute von Cheftrainer Markus Heinzelmann von Anfang an klar: Konzentriertes, dominantes Spiel und das Perfektionieren des Systems im Hinblick auf anstehende Bundesligaspiele. Das konnte die Mannschaft zu Beginn gleich umsetzten und stellte somit innerhalb der ersten zwei Minuten auf 1:0. Torschütze war der unüblicherweise zum Center transformierte Marco Tobisch.

Doch dann fing das Spiel der Kauferinger langsam an zu wackeln. Man passte sich an das Niveau des Gegners an und lies sich auf einen offenen Schlagabtausch ein. Dies konnten die gut aufgelegten Tübingen Sharks nutzen und erzielten somit nach einem Fehler im Kauferinger Spielaufbau den Ausgleich. Spätestens jetzt war klar, dass ein Großteil der Red Hocks den Gegner eindeutig unterschätzt zu haben schien. Zwar hatte der Bundesligist mehr Ballbesitz, konnte sich aber zunächst keine zwingenden Torchancen gegen die akribisch verteidigenden Sharks erarbeiten. Der Zug zum Tor fehlte und die Sharks konnten immer wieder gefährliche Konter starten. Einer dieser Konter konnte dann auch in der 14. Spielminute durch Simon Zoller zur 2:1-Führung umgemünzt werden.

Im Anschluss bekamen die Red Hocks einen Freischlag genau vor dem gegnerischen Tor. Tobias Hutter legt nach rechts auf Ricardo Wipfler, der sah die Lücke und netzte zum Ausgleich ein. Kurz vor der ersten Drittelpause dann aber wieder Verwirrung im Kauferinger Slot und die erneute Führung für die Sharks: ein zugegeben schöner Schlenzer ins rechte Kreuzeck. Keine Chance für Schlussmann Kornelius Schmied.

In der Drittelpause mahnte Coach Heinzelmann seine Spieler sich auf ihre Stärken zu konzentrieren und dies schien ein wenig gewirkt zu haben. Kaufering startete deutlich spritziger und verbessert zum ersten Abschnitt in das Mitteldrittel. Jedoch scheiterte man zunächst immer wieder am stark haltenden Torhüter von Tübingen. Weiterhin konnten die einfachen Fehler in der Defensive abgestellt werden. Folglich kam Tübingen selten zu gefährlichen Abschlüssen.

In der 25. Spielminute dann der erneute Ausgleich durch Wipfler in Überzahl. Hutter sah die Lücke vor dem Tor und legte quer auf Wipfler, welcher nur noch einschieben musste. In der Folge verpassten es die Red Hocks nachzulegen, womit es mit einem 3:3 in die zweite Pause ging.

Das letzte Drittel begann etwas hitziger und so erhielt Tübingen sowohl in der 41. als auch in der 44. Minute eine Strafe. Die erste Überzahl blieb torlos. Im zweiten Powerplay konnte Raphael Heinzelmann ein Gestocher vor dem Tor der Sharks nutzen und in der Verwirrung einschieben. Endlich konnten sich die Kauferinger die Führung zurückholen. Dann begann eine spannende Schlussphase. Tübingen machte mehr Druck und presste sehr hoch. Die Red Hocks fingen oft den Ball ab, konnten die aussichtsreichen Konter jedoch nicht zur Vorentscheidung nutzen.

Zwei Minuten vor Schluss nahmen die Gastgeber den an dem Tag stark aufgelegten Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Und tatsächlich gelang den Tübingern der ein oder andere gute Abschluss, doch dank der starken Leistung vom Kauferinger Kornelius Schmied blieb der Kasten der Red Hocks sauber. Eine Sekunde vor Schluss schlug Mortiz Billes einen Befreiungsschlag über das Feld, den Dominik Stork dann als Vorlage zu nutzen wusste und zum Endstand von 5:3 für Kaufering einschob.

Am Ende des Tages wurde das Ziel, eine Runde weiter zu kommen, erreicht, auch wenn man spielerisch nicht die gewohnte Leistung abrufen konnte. In der nächsten Runde treffen die Red Hocks Mitte November zu Hause auf die SSF Dragons Bonn. Dort gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Kauferinger Johannes Weh.

Auch interessant

Meistgelesen

Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Über 100 Pferde beim Uttinger Leonhardi-Ritt gesegnet
Über 100 Pferde beim Uttinger Leonhardi-Ritt gesegnet
Lechmauersanierung Landsberg läuft!
Lechmauersanierung Landsberg läuft!
Eine 250.000-Euro-Spende fürs Stadtmuseum Landsberg
Eine 250.000-Euro-Spende fürs Stadtmuseum Landsberg

Kommentare