Gute Adressen für regionale Frische

Hof- und Bioläden im Landkreis Landsberg

Tisch mit Gemüse
+
Aus der Region, für die Region. Der Begriff gesunde Ernährung schließt auch eine ökologisch sinnvolle Produktion und Lieferkette mit ein. Der Verzicht auf chemische Schutzmittel im Anbau und kurze Wege zum Verbraucher stehen da ganz oben auf der Liste.

Die zu Ende gehende Erdbeersaison hat es wieder deutlich gezeigt: Regional schmeckt einfach besser. Frische Erdbeeren, auf dem Feld selbst gepflückt oder vom Verkaufs-Häuschen am Straßenrand, schlagen teuer und klimaschädlich antransportierte Importware um Längen – geschmacklich und in puncto Ökobilanz. Und das gilt natürlich nicht nur bei Erdbeeren. Wer beim Lebensmitteleinkauf auf Regionalität achtet, tut sich selbst, den heimischen Betrieben, der Umwelt und dem Klima etwas Gutes.

In Sachen Saisonalität und Transparenz der Erzeugung punkten regionale Produkte mit einer ganzen Reihe von Vorteilen, selbst wenn sie kein Biosiegel tragen. Zwar enthalten ökologisch erzeugte Lebensmittel in der Regel weniger Schadstoffe, und für ihren Anbau werden deutlich weniger Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Das heißt aber nicht, dass Obst und Gemüse ohne Bio-Siegel automatisch schlechter ist. Denn insbesondere kleine Betriebe scheuen die kosten- und zeitintensiven Zertifizierungsverfahren, bauen aber trotzdem oft naturnah und nach ökologischen Prinzipien an. Auch kauft man mit regional erzeugten Lebensmitteln in aller Regel fair ein und kann sich darauf verlassen, dass Sozialstandards wie Mindestlohn und Arbeitsschutzgesetze eingehalten werden. Wer direkt beim Erzeuger kauft, kann sich über die Produktionsbedingungen, den Pestizid-Einsatz und den Umgang mit Beschäftigten sogar persönlich informieren. Die beste Möglichkeit, direkt bei landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region einzukaufen, bieten Hofläden und Bauernmärkte. Viele Bauern laden auch gern zu Hoffesten ein und geben ihren Kunden einen unmittelbaren Einblick in Anbaumethoden und Tierhaltung. Dabei kann man miteinander ins Gespräch kommen und sich zum Beispiel nach eingesetzten Pflanzenschutzmitteln oder Transport- und Lagerzeiten erkundigen. Wenn Lebensmittel in der Region angebaut und konsumiert werden, legen sie vom Acker bis zur Ladentheke wesentlich kürzere Strecken zurück als Importprodukte. Dass Regionalität also weniger Energie verbraucht und weniger CO2 ausstößt, liegt auf der Hand. Exotische Früchte, die per Flugzeug zu uns kommen, haben demgegenüber eine extrem schlechte Ökobilanz, unabhängig davon, ob sie nach ökologischen Standards oder konventionell angebaut wurden. Regionalität bedeutet automatisch Saisonalität – könnte man meinen. Das stimmt aber nur dann, wenn man frische Produkte aus Freilandanbau kauft und nicht etwa Ware, die im Gewächshaus angebaut oder in Kühlhäusern gelagert wurde. Beides verbraucht viel Energie, ist entsprechend schädlich fürs Klima – und auch der Geschmack ist nicht der wahre. Die kurzen Transportwege regionaler Produkte bedeuten, dass sie erst dann geerntet werden, wenn sie voll ausgereift sind. Schon kurze Zeit später liegen sie im Hofladen, auf dem Marktstand – und auf dem Teller. Dadurch schmecken sie meist besonders aromatisch und haben einen hohen Gehalt an Vitaminen und anderen Vitalstoffen, die durch weite Wege und Lagerung verloren gehen würden.

Erfreulich ist, dass Hofläden und Direktverkaufsstellen bei den Verbrauchern immer beliebter werden. Schon vor Corona war das so, und die Pandemie hat den Trend noch verstärkt. Nach Erkenntnissen des Marktforschungsinstituts GfK haben Hofläden von allen Einzelhändlern die deutlich höchste Steigerungsrate. Im Zeitraum Januar bis November 2020 betrug der bundesweite Umsatzzuwachs im Bereich Bauer/Erzeuger, der im Wesentlichen von den Hofläden getragen wird, gut 29 Prozent, zitiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa) den GfK-Experten Robert Kecskes.

Im Landkreis Landsberg gibt es eine große Anzahl an Direktvermarktern. Angeboten werden unter anderem Honig, Kartoffeln, Eier, Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Wurst, Nudeln und Müsli. Eine Übersicht auf der Homepage der Gemeinde Pürgen listet über 30 Betriebe in der Region auf und das sind noch längst nicht alle. Überzeugen auch Sie sich von der Qualität unserer Direktvermarkter und stärken Sie die Region.

Hier geht´s zu den Hof- und Bioläden im Landkreis Landsberg:

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Inzidenz über 165, zwei weitere Todesfälle
Landsberg
Inzidenz über 165, zwei weitere Todesfälle
Inzidenz über 165, zwei weitere Todesfälle
3C-Carbon fühlt sich von der Stadt Landsberg ins Abseits gestellt
Landsberg
3C-Carbon fühlt sich von der Stadt Landsberg ins Abseits gestellt
3C-Carbon fühlt sich von der Stadt Landsberg ins Abseits gestellt
Analyse und Befragung der Geschäfte in der Landsberger Innenstadt
Landsberg
Analyse und Befragung der Geschäfte in der Landsberger Innenstadt
Analyse und Befragung der Geschäfte in der Landsberger Innenstadt
Romance Scamming: Dießenerin mit falscher Liebe betrogen
Landsberg
Romance Scamming: Dießenerin mit falscher Liebe betrogen
Romance Scamming: Dießenerin mit falscher Liebe betrogen

Kommentare