Hoffen aufs Paket II – Finanzspritze für Reichlinger Mehrzweckhalle nötig

Auf finanzielle Unterstützung durch das Konjunkturpaket II des Bundes hofft die Gemeinde Reichling. Denn nur so könnte es sich die Kommune leisten, die im Jahre 1975 erbaute Mehrzweckhalle energetisch zu sanieren. Vor allem an der Hallendecke wäre eine Dämmung nötig. Zudem sind einige Fenster nicht mehr dicht.

Zwar sei noch nicht abschließend sicher, ob solche Maßnahmen gefördert würden, doch wolle die Gemeinde gleich mal „vorbereitet sein“, sagte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. Denn gegebenenfalls müssten bis Ende Mai die Anträge gestellt werden. In der Regel sei eine Förderung über 75 durch den Bund vorgesehen, die restlichen 25 Prozent würden zwischen Freistaat und Kommune aufgeteilt. Fest steht: Ohne Fördermittel hätte Reichling nicht die finanziellen Möglichkeiten, die Hallendecke in Angriff zu nehmen. „Man könnte durch eine Dämmung unheimlich viel Energie einsparen“, betonte die Bürgermeisterin, nachdem sie bei der Hallenbesichtigung selbst die Decke in Augenschein genommen hatte. Die Gemeinde will sich im Vorfeld der Beantragung Angebote für die energetische Sanierung machen lassen, um mögliche Fördermittel nicht zu verpassen. Doch nicht nur energietechnisch liegt in der Mehrzweckhalle so einiges im Argen. Davon konnten sich die Gemeinderäte bei ihrem Ortstermin ebenso überzeugen. Denn im gesamten Gebäude gibt’s an allen Ecken und Enden diverse Mängel, die behoben werden müssen. Eines der „Sorgenkinder“ ist der Waschraum. Dieser müsste komplett saniert werden. Statt der alten Waschbecken und Duschen würde sich der Rat hier vier neue, ebenerdige Duschen vorstellen. Ebenso bräuchte man eine ordentliche Lüftung. Möglicherweise soll das Material für die Renovierung durch die Gemeinde gestellt und die Arbeiten dann durch die Vereine, die den Duschraum nutzen, ausgeführt werden. Ansonsten könnte die Sanierung des Waschraums nicht finanziert werden. Die Liste der Schäden im Gebäude ist lang: Auf Höhe der Umkleideräume bröckelt außen der Putz ab. In der Kegelbahn sind sowohl die Fliesen am Boden als auch der Kunstharzbelag gebrochen. Und im Landjugendheim unten herrscht ein Schimmelproblem. Die Fliesen am Kellerabgang zum Landjugendraum sind ebenso kaputt. Und die Treppen an der Südseite der Mehrzweckhalle sollten ebenfalls erneuert werden. Weiterhin müssen in der Halle und in der Damentoilette diverse kleinere Mängel behoben werden. Im nächsten Schritt soll nun eine Prioritätenliste erstellt werden, welche Schäden denn am dringlichsten sind. Denn, wie Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler fest- stellte, habe die Gemeinde „keine Chance, jetzt alles auf einmal finanziell zu realisieren“. Stattdessen sollen die Mängel je nach Priorität nach und nach angegangen werden.

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