Auf Hoffmann folgt Brundke

Landrat Walter Eichner überreichte Dr. Christina Brundke einen Blumenstrauß zu ihrer offiziellen Vorstellung als neue Leiterin des Veterinäramts. Rechts: Vorgänger Dr. Dieter Hoffmann und Jarisch. Foto: Peters

Das Landsberger Veterinäramt steht unter einer neuen Leitung. Schon am 1. Februar übernahm Dr. Christina Brundke das Amt von ihrem Vorgänger Dr. Dieter Hoffmann. Der Veterinärdirektor hatte die Abteilung des Landratsamtes elf Jahre lang geleitet, ehe er Anfang des Jahres aus Altersgründen aus dem Dienst ausschied. In der vergangenen Woche erschien Hoffmann noch einmal an seiner alten Wirkungsstätte, als Landrat Walter Eichner Brundke offiziell der Öffentlichkeit vorstellte.

Eichner dankte als erstes Hoffmann für die „angenehme Zusammenarbeit“ in den vergangenen Jahren. Gemeinsam habe man die ein oder andere große Krise bewältigt, blickte der Landrat zurück. Ob BSE-Skandal oder Vogelgrippe: Am deutlichsten sind Hoffmann die Gesichter der Betroffenen im Gedächtnis geblieben. „Wir mussten damals im größten Betrieb 180 Tier schlachten. Das war ein dramatisches Schicksale für den Bauern“, erinnert sich der Tiermediziner. Auch Brundke kennt derartige Fälle. Seit Beginn ihrer Amtstierzeit ist sie als Seuchenermittlerin in Bayern unterwegs. 2000 wechselte die Tiermedizinerin vom Veterinäramt Marktoberdorf nach Landsberg, wo sie bis zuletzt Hoffmanns Stellvertreterin war. Mit ihrer Beförderung zur Leiterin bleibt diese Stelle nun erst einmal für zwölf Monate unbesetzt – aus Spargründen des Freistaats. Eine Anordnung, die Eichner ärgert. „Wir werden uns deswegen aber noch an den Gesundheitsminister wenden.“ Angesichts der schon jetzt nötigen Überstunden von Brundke und ihren Mitarbeitern sei eine weitere Personalreduzierung „nicht darstellbar“. Brundkes Aufgaben sind vielfältig. Sie reichen von der Futtermittelüberwachung über die Zulassung und Überprüfung fleischverarbeitender Betriebe bis hin zur Tierseuchenbekämpfung. Bei letzterer vermeldete die Tiermedizinerin nun einen Erfolg: Die Gefahr der Pferdeseuche im Landkreis sei mittlerweile gebannt, teilte sie mit. Die Sperrgebiete, die das Veterinäramt Ende vergangenen Jahres in Seestall und Wabern eingerichtet hatte, seien daher bereits aufgehoben worden.

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