Zu hoher Druck

Analena Neuner und Tobias Bahe (Foto) kamen beim Rock ’n’ Roll-Weltcup in Essenbach über den 21. Platz nicht hinaus. Foto: Privat

Mit hohen Erwartungen traten drei Paare der FT Jahn Landsberg den Weg nach Essenbach bei Landshut zum Rock ’n’ Roll-Weltcup der Schüler und Junioren an. Ein derart hochkarätiges Turnier in Deutschland bei so starker Konkurrenz aus dem Ostblock kommt schließlich nicht alle Tage vor. Dem enormen Druck vermochten die Lechstädter indes nicht standzuhalten.

Jeweils rund 60 Paare aus ganz Europa kämpften um die Medaillen. Aus Landsberg hatten Kerstin Gunesch und Mathias Neuner sowie Annalena Neuner und Tobias Bahe, die derzeit international besten deutschen Paare ihrer Klasse, eine „Wild Card“ erhalten. Damit waren sie schon mal für das Viertelfinale qualifiziert. Dies sollte sich für die beiden Paare möglicherweise jedoch als Nachteil herausstellen. Ihre Hoffnung auf einen Halbfinalplatz zerschlug sich, nachdem sie trotz „einwandfreier Darbietung“ nicht die erhoffte Wertung erhielten. Gunesch/Neuner tanzten in der Schülerklasse gewohnt souverän, mussten sich nach ihrem 7. Finalplatz vor zwei Wochen in Rimini diesmal jedoch mit dem 16. Platz zufrieden geben. Und Neuner/Bahe gaben bei den Junioren ebenfalls alles, präsentierten sich voller Elan und tänzerisch ausdrucksstark. Über den 21. Rang indes kamen sie damit nicht hinaus. Absolutes Pech hatte das dritte Landsberger Paar: Stefanie Keilhofer und Stefan-Pascal Nowak, beim Weltcup in Essenbach ebenfalls für die deutsche Nationalmannschaft startend, zeigten ihre Kür mit viel Power, schieden jedoch in der ersten Qualifikationsrunde aufgrund eines Sturzes auf dem glatten Parkett vorzeitig aus dem Turnier aus. Trost für die Rock ’n’ Roll-Abteilung der FT Jahn Landsberg: Alle drei Paare haben nicht nur international Erfahrung, sondern auch wertvolle Weltcup-Punkte sammeln können. Aktuell stehen Gunesch/Neuner in der Schülerklasse an 19. Stelle der Weltrangliste, Neuner/Bahe bei den Junioren an Position 21. Für die Paare des RRC Landsberg und deren Trainer beginnt nun die Sommerpause, die allerdings nicht mit Trainingspause gleichzusetzen ist. Auch in den nächsten Wochen wird noch mal richtig „gearbeitet“, denn Mitte September stehen zwei weitere wichtige Turniere, die norddeutsche Meisterschaft und dann die Weltmeisterschaft in Sofia Bulgarien an.

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