Die Sanierung frisst die Einnahmen

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Der Sanierungsaufwand im Lechtalbad ist groß: Auch die beiden Blockheizkraftwerke mussten in diesem Jahr generalüberholt werden.

Landkreis – Zum Ende der diesjährigen Freibad-Saison zieht der Kreisausschuss Bilanz für das vergangene Jahr. In den Bädern in Greifenberg, Thaining und Kaufering waren zwar insgesamt mehr Besucher – aus den roten Zahlen geholt hat das die Bäder allerdings nicht. Ein Grund für die hohen Ausgaben ist der hohe Sanierungsaufwand des Kauferinger Lechtalbades. Jetzt werden dort die Preise erhöht.

Insgesamt haben die Bäder 2013 rund 1,11 Millionen Euro an roten Zahlen geschrieben. Damit ist kaum eine Verbesserung zum schlechten Vorjahr (1,12 Millionen) zu verzeichnen. Und das, obwohl insgesamt 319696 Gäste (2012 waren es noch 281439) in die Bäder strömten. Am meisten Besucherzuwachs hatte dabei das Lechtalbad in Kaufering. Die Sauna im Lechtalbad habe „voll eingeschlagen“, erklärt auch Bäderleiter Thomas Zeck in der jüngsten Kreisausschusssitzung. 

Jedoch sei man mit rund 51000 Sauna-Besuchern wohl langsam am Limit, so der Bäderchef weiter. Doch die Mehreinnahmen durch die Sauna würden immer aufgefressen von der Sanierung des Bades, erklärt Zeck weiter. Dazu gehört auch die Sanierung der beiden Blockheizkraftwerke in diesem Jahr. Durch die Sauna habe man vor allem eine Steigerung im Winterbetrieb ausmachen können, berichtet auch Kreiskämmerer Jürgen Felbinger. Aber die Sauna ist nun auch einer der Gründe, warum man sich nun für eine Preiserhöhung entscheiden musste. Denn die gestiegenen Besucherzahlen – insbesondere im Saunabereich – würden einen höheren Personaleinsatz erfordern, erläuterte Felbinger weiter. 

Die Preiserhöhung soll dann zum 1. Januar 2015 erfolgen. „Die letzte Erhöhung hatten wir 2011“, führte Landrat Thomas Eichinger an. Ein Blick auf die Preise der in der Nähe liegenden Bäder – wie dem „Plantsch“ in Schongau und der „Amper Oase“ in Fürstenfeldbruck – würde außerdem eine Preisanpassung zulassen. 

50 Cent mehr 

Die Besucher des Lechtalbades müssen zukünftig im Durchschnitt 50 Cent mehr für ihren Badebesuch in die Tasche stecken. Die Erwachsenen-Tageskarte für die Sauna steigt beispielsweise von 15 Euro auf 15,50 Euro. Im Kreisausschuss war man sich einig, dass es sich hierbei um eine durchaus „moderate Erhöhung“ handele und stimmte einstimmig für die Erhöhung. Über die Situation in diesem Jahr in den Landkreisbädern wollte sich Thomas Zeck noch nicht äußern. Trotzdem: Durch den schlechten Sommer rechne er mit etwa 20 Prozent weniger Besuchern in den Freibädern, so Zeck.

Astrid Erhard

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