Holz, das leuchtet

Präsentierten Forstminister Helmut Brunner, Waldkönigin Veronika Wernberger und Konrad Steininger (Präsident des Bayerischen Schreinerhandwerks) stolz ihr siegreiches Möbelstück: Matthias Müller und der Dießener Schreiner Peter Graf (v. li.). Foto: kb

Forstministerium und Schreinerhandwerk initiierten zur letztjährigen Münchener Messe „Heim & Handwerk“ den Wettbewerb „Mö­- bel mit Ausstrahlung“ und prämierten im Rahmen der dortigen Ausstellung die Preisträger. Zu den zehn Möbelstücken, die Forstminister Helmut Brunner und der Präsident des Bayerischen Schreinerhandwerks, Konrad Steininger, auszeichneten, zählte auch ein Werk des Dießener Schreiners Peter Graf.

Für das Motto „Möbel mit Ausstrahlung“ hatten die Schreiner ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und ausgefallene Stücke aus Holz geschaffen – vom leuchtenden „Feuertisch“ bis zum „Kühlturm“ für die eigene Bar. Sehr zur Freude von Forstminister Helmut Brenner: „Ganz gleich ob aus Eiche, Elsbeere, Fichte oder Zirbe: Kein Material ist so individuell und sorgt für mehr Freude bei der Gestaltung von Innenräumen“, stellte dieser fest. Das im Rahmen des Wettbewerbes prämierte Objekt des Dießener Schreiners Peter Graf ist ein multifunktionales Möbelstück, welches zum einen – in seiner Funktion als Taschenleerer – Platz zur Ablage kleiner Utensilien bietet, zum anderen aber ein ausgeklügeltes Lichtobjekt darstellt, das mittels programmierbarer LED-Technik Objekt und Raum in beliebige (Licht-)Stimmungen versetzen kann. Das satinierte Plexiglas ist mit Echtholzfurnier aus heimischer Lärche belegt und matt lackiert. Licht durchdringt das sehr dünne Furnier. Ist das Licht ausgeschaltet, gibt es nichts, das auf die Beleuchtung schließen lässt. Der Taschenleerer wirkt allein durch Material und Gestalt. Der Korpus ist aus MDF gefertigt und farbig lackiert. Mit einer Halterung gegen Umkippen gesichert, lehnt das Möbelstück an der Wand. Bei Bedarf könne das Rückwandpaneel zudem komplett hinterleuchtet werden, erläutert Graf, der das Möbelstück gemeinsam mit Matthias Müller geschaffen hat. Mittels Formschablonen oder programmierbarer Steuerung sei es möglich, sowohl großflächig zu beleuchten, als auch kleine Details zu fokussieren. Entsprechend lassen sich großformatige freie Formen ebenso wie einzelne Buchstaben oder Logos auf die Fläche projizieren. Die angewandte Projektionstechnik lässt sich beliebig auf verschiedenes Mobiliar übertragen. So können Regalrückwände, Thekenfronten oder Türen individuell beleuchtet werden, gleichfalls sind unterschiedliche Holzarten wählbar. Ein ebenso einfaches wie wirksames Objekt, für den privaten Gebrauch gleichsam geeignet wie für Handel und Gewerbe, urteilte die Jury: An seinen Einsatzort im Eingangs- oder Empfangsbereich, rücke der Taschenleerer seine Umgebung ins rechte Licht und sorge dafür, die Gäste oder Kunden gleich beim ersten Eindruck zu überzeugen. Für Graf war es nicht die erste Auszeichnung in diesem Jahr. Im Juni war seine Schreinerei vom  Fachverband Schreinerhandwerk Bayern und der Georg Thalhofer OHG  bereits mit dem Innovationspreis zum Thema „Schreiner im Netz“ für ihren virtuellen Auftritt geehrt worden.

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