Hommage an Gustav Mahler

Feierten bereits zur Romantiknacht einen großartigen Erfolg in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt: der Landsberger Chor und die Prager Symphoniker. Foto: Privat

Sie ist eine Hommage an Gustav Mahler zu seinem 100. Todestag: die Aufführung der 2. Sinfonie am 8. Oktober um 20 Uhr in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt unter der Leitung von Johannes Skudlik. Ausführende sind Lioba Braun (Alt) und Anna Korondi (Sopran) sowie die Landsberger Chöre, der Münchener Bach-Chor und die Prager Symphoniker.

Zum Gedenken an einen Musiker und Komponisten, der bahnbrechende Veränderungen in der klassischen Musik auf den Weg gebracht hat, nimmt sich Johannes Skudlik in diesem Jahr dieses Groß-Projekts an. Über 100 Musiker der Prager Symphoniker und mehr als 150 Sänger werden die sogenannte „Auferstehungssinfonie“ zur Aufführung bringen. Der neu gegründete „Landsberg Chor“ ist ein Zusammenschluss von Sängerinnen und Sängern aus den verschiedensten Chören in Landsberg, die sich durch besonderes Können und Engagement hervorgetan haben und gemeinsam an hochkarätigen Projekten arbeiten. Solistische Partien werden von der Sopranistin Anna Korondi und der Altistin Lioba Braun gesungen. Die freundschaftlichen Beziehungen, die Johannes Skudlik zu nationalen und internationalen Musikern pflegt, ermöglichen die professionelle Unterstützung zu diesem Konzert. Der Münchener Bach Chor, der sonst unter der Leitung des international renommierten Dirigenten Hansjörg Albrecht steht, kommt seit vielen Jahren und bereichert die Landsberger Chöre mit ihrer gesanglichen Unterstützung. Die Prager Symphoniker stellen die besten Musiker Prags für das Konzert in Landsberg zur Verfügung. Fünf Sätze Die 2. Sinfonie in c-Moll von Gustav Mahler, ein Werk für Alt- und Sopransolistinnen, gemischten Chor und großes Orchester, wurde 1895 in Berlin unter Mahler selbst uraufgeführt. Sie ist die erste Sinfonie, die nicht aus vier, sondern aus fünf Sätzen besteht. Allein daran wird erkennbar, dass sich Mahler von der Tradition der Gattung, die von Haydn bis Brahms von formalen Konstanten geprägt war, entfernt. Aber auch bezüglich der Dauer der einzelnen Sätze, der formalen Gestaltung und der Charaktere schlug er neue Wege ein und handelte sich damit erst einmal viel Unverständnis und Verwirrung in der Öffentlichkeit ein. Kern des Werkes ist die Frage nach der Auferstehung und einem „Fragen und Ringen der Seele um Gott und ihre eigene ewige Existenz“. Anfang und Ende bilden einen Trauermarsch, dazwischen stehen ein Ländler und zwei Lieder aus der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, wobei eines davon instrumental verarbeitet ist. Mahler beginnt seine Sinfonie bereits 1888 zu schreiben, beendet sie aber erst viele Jahre später im Jahr 1894, als sein Kollege und Konkurrent Hans von Bülow verstorben war. Ihm hatte er in den Anfängen sein noch unvollendetes Werk vorgespielt und war bei dem berühmten Dirigenten und Wagner-Freund auf wenig Zustimmung gestoßen. So ruhte denn die 2. Sinfonie viele Jahre lang, bis sie schließlich sechs Jahre nach ihren ersten Takten endlich vollendet wurde. Der Einsatz des Chores im letzten Satz ließ Mahler immer wieder zweifeln, ob er damit nicht als Nachahmer Beethovens abgestempelt würde, aber angeregt durch einen Choral, der auf Bülows Totenfeier gesungen wurde, warf er die Sorgen über Bord und beschließt seine 2. Sinfonie mit einem grandiosen Finale, das über eine halbe Stunde dauert – länger als die meisten Haydn-Sinfonien. Karten für das Mahler-Konzert am 8. Oktober gibt es ab sofort beim KREISBOTEN am Rossmarkt in Landsberg.

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