Die Qual der Wahl

Ideen für Schondorf: von Himmelsliege bis zur Samen-Bibliothek

Projektpaten und Orgateam nach dem Start der Abstimmungsphase: (stehend, von links). Alexander Hübner, Marius Polter, Ilse Baumgarten, Katharina Gegenwart-Mehring, Nicole Pohlan, Jo-Ann Meding, Bürgermeister Alexander Herrmann und Gerti Huber In der unteren Reihe (von links) Nino Illner, Anne Betz und Maria Schweizer.
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Projektpaten und Orgateam nach dem Start der Abstimmungsphase: (stehend, von links). Alexander Hübner, Marius Polter, Ilse Baumgarten, Katharina Gegenwart-Mehring, Nicole Pohlan, Jo-Ann Meding, Bürgermeister Alexander Herrmann und Gerti Huber In der unteren Reihe (von links) Nino Illner, Anne Betz und Maria Schweizer.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Schondorf – Das anfangs von Skeptikern belächelte BürgerBudget ist ein Erfolgsmodell und geht bereits in die dritte Runde. Es trägt jetzt den verständlicheren Namen „Ideen für Schondorf“. Denn darum geht es: um Vorschläge aus der Bürgerschaft, wie man das Dorf attraktiver und das Leben vielfältiger gestalten kann. Der Gemeinderat stellt für die Verwirklichung jährlich einen Etat von 10.000 Euro zur Verfügung.

Die Präsentation der aktuell eingereichten Ideen und damit der Start zur Abstimmung fand in der Bahnhofshalle statt. Die Projektpaten erklärten ihre Konzepte vor reich bebilderten Schautafeln mit Abstimmungskarten. Sie bleiben noch drei Wochen stehen, damit die Schondorfer ihre Wahl treffen können. Jeder hat fünf Stimmen, wobei man maximal drei für ein Projekt abgeben kann. Ilse Baumgarten, Jo-Ann Meding und Marius Polter vom Orga-Team wiesen auch auf die Webseite www.buergerbudget.schondorf-ammersee.de hin, wo man alle Projekte nochmals in Ruhe studieren kann.

Bürgermeister Alexander Herrmann gab zu, beim Start des BürgerBudgets auch skeptisch gewesen zu sein. „Die Skepsis hat sich durch den Erfolg der bereits verwirklichten Projekte aber schnell in Luft aufgelöst“, betonte er. Alle Schondorfer ab 14 Jahren sowie gemeinnützige Vereine, Initiativen und Nachbarschaften können sich beteiligen, wobei sie im Falle der Annahme die Projektpatenschaft und Umsetzung innerhalb eines Jahres übernehmen müssen.

Das Spektrum der aktuellen Einreichungen reicht von bequemen „Himmelsliegen“ zum Lümmeln in den Seeanlagen (Katharina Gegenwart-Mehring) bis zu einer „Blumen- und Pflanzensamen-Bibliothek“ (Gabriele Soll). Andreas Kloker und der Schondorfer Kreis möchten den Fundamenten der Römischen Villa am Badeplatz ein „Refreshment“ verpassen und Nino Illner will für Kids einen „Bike-Spielplatz“ zum Austoben gestalten. Nicole Pohlan plant eine eingezäunte Hundefreilaufwiese und Gerti Huber „Ratschbankerl“ für Senioren zum Treffen und Plaudern. Anne Betz kann sich beim Spielschiff am See und beim Spielplatz am Griesfeld eine Spielkiste mit Utensilien vorstellen, die Kinder nutzen dürfen. Damit müssten Mütter keine Spielsachen mehr mitschleppen.

Mitorganisatorin Ilse Baumgarten hat den „Bildatlas Schondorfer Bäume“ vor Augen, eine Bestandsaufnahme alter Bäume in Bildern und Geschichten. Der Verein Carsharing möchte künftig auch ein E-Lastenfahrrad zur Verfügung stellen. „Freiwillig Tempo 30 – Schondorf zuliebe“ hat Leo Ploner für die Initiative zur Verkehrsberuhigung auf der ortsdurchquerenden Staatsstraße eingereicht. Angeblich braucht man mit Tempo 30 nur sieben Sekunden länger.

Die Budgetvorstellungen der einzelnen Projektpaten reichen von bescheidenen 300 Euro (Freiwillig Tempo 30) bis hin zur Höchstgrenze von 5.000 Euro (Bike-Spielplatz, Hundefreilaufwiese, E-Lastenfahrrad), also insgesamt 31.100 Euro. Da im Haushalt aber nur 10.000 Euro dafür eingestellt sind, wird der Gemeinderat im November auf Grundlage des Abstimmungsergebnisses entscheiden, welche Projekte finanziert oder bezuschusst werden.

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