Iglings elf tote Katzen

Gutachten der Uni München: Katzen bei Igling wurden erschossen  

tote Katze bei Igling
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Eine der sieben toten Katzen, die im Februar letzten Jahres nahe der B17 bei Igling aufgefunden wurden.

Igling - Zahlreiche tote Katzen sind zwischen Juli 2019 und Februar letzten Jahres auf der B17 Höhe Igling tot aufgefunden worden. Ein neues Gutachten der Tierpathologie der LMU nennt als Todesursache Erschießen. Ein Täter konnte bisher nicht gefunden werden.

Bereits im Februar letzten Jahres wurde über den Fund von vier toten Katzen an der B17 Höhe Igling berichtet. Weitere sieben tote Katzen tauchten an der B17 im Februar 2020 auf. Die Polizei Landsberg erfuhr von den toten Tiere durch den Verein „Katzentatzen“, der sich um tote Katzen kümmert und auch versucht, deren Besitzer ausfindig zu machen.

Bei der ersten Meldung Mitte 2019 seien die Tiere bereits so stark verwest gewesen, dass keine Aussage mehr über eine Todesursache möglich war, meldet die Polizei Landsberg. Zudem habe man die Tiere auch keinem Besitzer mehr zuordnen können.

Als die zweite Mitteilung im Februar 2020 bei der Polizei Landsberg eingegangen sei, wurden sieben tote Katzen aufgefunden. Ein Teil der Tiere wurde noch vor Ermittlungsaufnahme der Polizei im Auftrag des Vereins „Katzentatzen“ von einem Tierarzt untersucht. Dieser habe als Todesursache festgestellt, dass die Tiere erschlagen wurden.

Im Zuge der Ermittlungen ordnete die Staatsanwaltschaft Augsburg ein Gutachten bei der Tierpathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München an, um die genaue Todesursache festzustellen. Hier sei das erste tierärztliche Untersuchungsergebnis widerlegt worden: Das Gutachten der LMU München ergab, dass die Tiere nachweislich nicht erschlagen, sondern erschossen worden seien. Als Munition wurde ein Zerlegungs-/Teilmantelgeschoss festgestellt, das auch bei der Jagd verwendet wird.

Im Anschluss an das Ergebnis des LMU-Gutachtens habe man Ermittlungen im Jagdrevier Unterigling durchgeführt. Hierbei seien unter anderem einige Zeugen befragt und vernommen worden. Jedoch habe man „trotz umfangreicher Ermittlungsmaßnahmen, die über ein halbes Jahr in Anspruch nahmen“, am Ende keinen Täter ermitteln können, informiert die Polizei Landsberg.

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