Abi 2017 am IKG Landsberg:

Abitur in sechs Kapiteln

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Für Katrin Fischer (rechts) gab es am Ignaz-Kögler Gymnasium die Traumnote 1,0. Jana Kubik, Lena Holzfurtner und Lara Bischof (v. links) gehörten mit einem Abitur von 1,1 ebenfalls zu den Besten.

Landsberg – Wie ein großes Buch oder wie ein Unternehmen – das waren die Vergleiche, die Schüler und Lehrer am Ignaz-Kögler-Gymnasium (IKG) für die Vorbereitungszeit auf das Abitur bei der feierlichen Verabschiedung am Freitag im Sportzentrum fanden. Am Ende steht aber für die 152 Absolventen das gleiche: ein neuer Lebensabschnitt.

Sechs Kapitel hat das Buch, als das die Abiturienten Marie Weiland und Kilian Teichert die Vorbereitungszeit auf das Abitur sehen. Kapitel 1: der erste Tag am IKG. Zusammen mit vielen anderen unbekannten Schülern und Lehrern beginnt die Gymnasial­laufbahn. Kapitel 2: endlich gehört man nicht mehr zu den Kleinsten und „die Jungs finden die Mädchen langsam nett, die Mädchen eher Justin Bieber“, so Teichert. Kapitel 3: Veränderungen, Pubertät. Passend dazu werden auf einer Leinwand auf der Bühne im Sportzentrum Fotos von Schülern nebeneinander gestellt. Der eine entwickelt sich vom langhaarigen Metaler zum Sunnyboy, der nächste hat nun halt eine Brille.

In Kapitel 4 wartet schließlich die Oberstufe auf die Schüler. „Eigentlich war das wieder wie die 5. Klasse“, so das Fazit von Weiland und Teichert. Auf einmal ist man nicht mehr in einer Klasse mit 25 anderen, sondern vielmehr mit 150 Schülern. Hinzu kam noch „die fragwürdige Räumung des Oberstufenzimmers“, wie Kilian Teichert augenzwinkernd hinzufügte.

Und nun? Kapitel 5: das Abi­tur. Das unerreichbare Ziel ist endlich da, alle gemeinsam haben sich durch diese letzte Etappe gekämpft – und natürlich auch durch die anschließenden zahlreichen Feiern. Kapitel 6 stellte der vergangene Freitag dar. Der Tag der Zeugnisübergabe. „Nun werden wir alle dieses Buch beiseite legen und unsere eigenen Geschichten schreiben“, sagte Marie Weiland.

Oberstufenkoordinator Axel Flörke wollte anschließend sichergehen, dass alle etwas von „seinem“ Fach – Wirtschaft – mitbekommen und verglich die Oberstufenzeit mit einem auf zwei Jahre begrenztem Unternehmen. Als Rechtsform habe man die Kommanditgesellschaft (KG) gewählt – mit wenigen Engagierten und vielen stillen Teilhabern. Die Teilnehmerzahl habe sich im Laufe der zwei Jahre leicht geändert, so Flörke. Und auch die Teilnahme am Unternehmenssport ließ, laut dem Oberstufenkoordinator, zu wünschen übrig. Man habe sogar darüber nachgedacht, eine Krankenstation zu übernehmen, als die Krankmeldungen – beispielsweise wegen „Nackensteife“ oder „Schmerzen in der Wade“ – zunahmen. Jedoch konnte dies schlussendlich mit einer Attestpflicht geregelt werden.

Den Namensgeber der Schule machte sich Schulleiterin Ursula Triller zunutze: Sie sprach aus Sicht von Ignaz Kögler zu den „Alumni“. Bisher galt die Schule als die Konstante im „scholae-zentrischen“ Weltbild der Abiturienten. „Das gehört ab heute der Vergangenheit an“, so Triller.

Und so schickten Triller und Flörke die 152 Absolventen mit einem Zeugnis und einem Glückskeks hinaus in die Welt. Der Notendurchschnitt aller Abiturienten am Ignaz-Kögler-Gymnasium lag bei 2,16. Einmal gab es die Traumnote 1,0, die Katrin Fischer erreichen konnte. 

Astrid Neumann

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