Das Problem A96

IHK-Regionalausschuss: Herausforderungen im Verkehr

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Mal wieder auf dem Weg nach München im Stau stehen – das Problem kennt jeder. Kein Wunder, hat der Verkehr dort in den letzten zwölf Jahren doch um 30 Prozent zugenommen. Ein Problem, das auch die Wirtschaft im Landkreis beschäftigt.

Landsberg – Die zunehmende Verkehrsbelastung beschäftigt nicht nur die Stadt, sondern die gesamte Region. Auch bei der jüngsten Arbeitssitzung des IHK-Regionalausschusses im Kompetenzzentrum der Firma Rieth war die Verkehrsentwicklung Thema.

Naturgemäß beschäftigt die Wirtschaftsvertreter in diesem Zusammenhang die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Stadt, in dem 42 Hektar für neue Gewerbeflächen vorgesehen sind. Mit Spannung blickt man auch auf das geplante neue Stadtviertel ULP und das veränderte Mobilitätsverhalten der künftigen Bewohner, das von der Stadt gefordert wird. „Wir wollen involviert sein“, so der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Reinhard Häckl. Einig war man sich allerdings auch, dass Gewerbeentwicklungen in Landsberg maßgeblich von der Konversion des Penzinger Fliegerhorsts beeinflusst werden. „Wenn Penzing freigegeben wird, kann Landsberg seinen Flächennutzungsplan über den Haufen werfen.“

Die Verkehrsproblematik kulminiert vor allem auf der Autobahn A96 nach und von München. Als Gast referierte deshalb Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Süd, über das Verkehrswachstum und die Herausforderungen auf der Autobahn München – Lindau. Auf der A96 sind aufgrund eines 30-prozentigen Anstiegs des Verkehrs seit 2006 steigende Unfallzahlen und mehr Staus zu verzeichnen.

Viele leidgeprüfte Pendler wissen es: Wird in den Tunneln von Eching oder Etterschlag die Höhenkontrolle ausgelöst, steht der Verkehr. Die auf 4,40 Meter eingestellten Höhenkontrollen sind jedoch aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich, erklärte Seebacher. Durch sie werden zu hoch beladene Fahrzeuge erkannt, die ansonsten die sensible Technik in der Tunneldecke beschädigen und wiederum massive Gefährdungen der Verkehrssicherheit auslösen würden. An der Tunneldecke befinden sich unter anderem Sensoren, Beleuchtungselemente und Kameras, die aufgrund europäischer Richtlinien nach den verheerenden Tunnelunglücken der 1990er Jahre nachgerüstet werden mussten.

Hochgefahrene Baggerarme, Sattelschlepper mit zu hoch aufgerollten Planen – es ist meist die Unvernunft oder Unachtsamkeit der Lkw-Fahrer, unter der dann alle Verkehrsteilnehmer zu leiden haben. „Dass Lkw-Fahrer die Höhenregulierung so häufig missachten, war nicht vorgesehen“, so Seebacher. „Wir investieren jetzt Millionen, um das Problem für die Allgemeinheit in den Griff zu bekommen.“ Mit Hilfe neuer Schilderbrücken sollen künftig überhöhte Fahrzeuge schon im Vorfeld erkannt und aus der Autobahn ausgeleitet werden, bevor sie in einen Tunnel einfahren können.

Generell wünsche sich die Autobahndirektion einen ausgeprägteren Dialog mit der Wirtschaft, den Kommunen, den Bürgern, Naturschutz- und anderen Verbänden, so Seebacher.„Wir sind große Anhänger von übergeordneten Konzepten, aber bei Gemeinden und Landkreisen wird sehr kleinteilig gedacht.“

Ulrike Osman

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