Immer mit Herzblut

Der erste Schützenmeister Jürgen Zirch (links) überreicht zusammen mit dem zweiten Vorsitzenden der Burgschützen St. Georgen, Franz Oefele (rechts), die begehrte Urkunde, die Franz Steigenbergers (mitte) Ehrenvorstandschaft dokumentiert. Foto: Bentele

30 Jahre lang hatte Franz Steigenberger die Burgschützen St. Georgen fest im Griff und dem Verein eine aktive Zeit mit vielen Erfolgen beschert, jetzt ist „Negus“ Ehrenschützenmeister. Und beim eigens dafür einberufenen Ehrenabend waren alle da: die jahrzehntelangen Wegbereiter, die Schützenfamilien und vor allem die komplette Jugend – was einmal mehr bewies, dass es auch heutzutage noch Vereine mit einem gesunden Nachwuchs gibt.

Jürgen Zirch, der seit Steigenbergers Rückzug die Burgschützen leitet, wollte dem „Negus“ ein großes Fest ausrichten. Das ist ihm und seinen Vorstandskollegen gelungen. Franz Steigenberger strahlte und war zu Tränen gerührt, als ihm die Schützengemeinschaft die Ehrenurkunde überreichte und ihn mit dem Ehrentitel auszeichnete. Immer da gewesen Festredner Dr. Franz Bichlmeier hielt in seiner Laudatio fest, dass Oberbayern durch seine Menschen, seine Sprache und die Vereine wahrgenommen wird. Er betonte die Wichtigkeit der Vereine im Zusammenleben, „erst in der Vereinsgemeinschaft sind wir richtig zuhause.“ Es würde aber immer schwieriger, neue Kräfte für Vereine zu gewinnen, „Negus hat uns über 30 Jahre diese Mühe erspart.“ Er sei immer da gewesen, wenn es galt, Schießabende zu leiten, Feste zu organisieren, „gerne erinnern wir uns, wie schön es beim Wernseher an den Vereinsabenden war, oder im Fasching und bei den zahlreichen Anlässen im Schützenjahr.“ Als es beim Wernseher zu eng wurde, erwarb sich Steigenberger einen großen nachhaltigen Verdienst für die Zukunft der Burgschützen. Er kümmerte sich um den Ausbau des Alten Rathauses in St. Georgen. Herunter gekommene, leer stehende Räume und Speicher hätten ihn nicht abgeschreckt, „sondern sein Organisationstalent beflügelt.“ Immer sei er während des aufwändigen Aus- und Umbaus ganz vorne dabei gewesen. Bichlmeier erinnerte an viele Ereignisse in 30 Jahren Vorstandschaft und hob die 100-Jahr-Feier als ein besonders Fest mit großem Umzug und Aufmarsch hervor. Viele Anekdoten Viele Anekdoten gäbe es über „Negus“ zu erzählen, schmunzelte Bürgermeister Herbert Kirsch. Aber wer ihn wirklich kennt, wisse, dass er alles mit Herzblut macht. Das macht ihn zu einem „großen Vorbild in unserer Gemeinschaft.“ Kirsch würdigte das Talent des Gemeinderates und CSU-Politikers, andere mitzureißen und erwähnte auch die vielen Ämter, die Steigenberger Zeit seines Lebens innehatte. Vorsitzender Zirch ehrte weitere Vereinsmitglieder, die sich ebenfalls über einen längeren Zeitraum in der Vorstandschaft engagierten: Werner Vielhauer, Dr. Franz Bichlmeier, Hans-Peter Albert und Thomas Grünberger.

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