Drehleiter mit Gottes Segen

In Dießen ist eine Rettung jetzt in über 30 Metern Höhe möglich

Unfallfreie Einsätze wünschte Pfarrer Josef Kirchensteiner bei der Segnung des Drehleiter-Fahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Dießen.
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Unfallfreie Einsätze wünschte Pfarrer Josef Kirchensteiner bei der Segnung des Drehleiter-Fahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Dießen.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Dießen – „An Gottes Segen ist alles gelegen“ sagt der Volksmund. Die Segnung von Fahrzeugen der Feuerwehr ist dabei eine Bitte an Gott, dass ihr Einsatz hilfreich sei und die Menschen dabei keinen Schaden nehmen. Diese Hoffnung sprach Pfarrer Josef Kirchensteiner aus, als er nach dem Sonntagsgottesdienst vor dem Marienmünster mit dem Drehleiter-Fahrzeug das neue Aushängeschild der Dießener Feuerwehr segnete.

Mit modernster Technik bestückt kann sie stolze 32 Meter in die Höhe fahren. Im ganzen Landkreis gibt es mit Landsberg, Kaufering und Dießen jetzt drei Drehleiter-Standorte. Im Notfall stehen die Dießener mit ihrem Superfahrzeug nicht nur für den ganzen Landkreis parat, sondern können auch von den Nachbarkreisen Weilheim-Schongau und Starnberg angefordert werden. Knapp 800.000 Euro hat das Fahrzeug gekostet, das das Vorgängermodell nach 28-jähriger Dienstzeit ablöste.

„Mit der neuen Drehleiter können wir problemlos Menschen auch von hohen Dächern retten“, so Kommandant Florian König. „Die Leiter verfügt über einen fünf Personen fassenden Multifunktionskorb mit Knick, so dass man auch Vordächer und Erker gut erreicht“. Am Korb können auch Anbauten montiert werden wie Kamera, Wasserwerfer oder Krankentragen. Damit sei sogar die Rettung von übergewichtigen Menschen bis zu 300 Kilogramm möglich.

Die Anschaffung der Drehleiter war trotz des hohen Preises „günstig“, weil man sie zusammen mit einem identischen Fahrzeug der Stadt Landsberg quasi als Sammelbestellung geordert hatte. 247.500 Euro kamen als Zuschuss vom Bayerischen Staat und rund 110.000 Euro vom Landkreis. Den Rest musste die Marktgemeinde stemmen. „Das haben wir sehr gerne getan“, so Bürgermeisterin Sandra Perzul in ihrem Grußwort. Die Feuerwehren sollten nach dem neuesten technischen Stand ausgerüstet sein.

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