Parken am See

In Riederau und St. Alban wird schon abkassiert

Parken in St. Alban
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Mit der Handy-App kann man bei den gemeindlichen Badestellen bargeld- und ticketlos parken wie hier in St. Alban. Abgerechnet wird minutengenau.
  • Dieter Roettig
    vonDieter Roettig
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Dießen – Die Badesaison ist noch nicht angelaufen und trotzdem wird auf den Parkplätzen der gemeindlichen Badestellen in St. Alban und Riederau bereits abkassiert. Seit 1. April sind die neuen Parkautomaten betriebsbereit und sorgen bei vielen Autofahrern für ungläubiges Kopfschütteln. Wer zum Spazierengehen in St. Alban parkt oder auf einen Kaffee zum Strandpavillon Riederau möchte, muss die Parkautomaten füttern. Und das künftig das ganze Jahr.

Denn um die fehlenden Einnahmen wegen der Umwidmung der beiden Strandbäder zu kostenlosen „Freizeitgeländen mit Badestellen“ wenigstens teilweise zu kompensieren, hat der Dießener Marktgemeinderat eine Parkraumbewirtschaftung bei beiden Badestellen beschlossen.

Das heißt konkret, dass Besucher, die mit dem Auto kommen, bei den insgesamt 321 Parkplätzen in der Nähe der Badestellen eine Gebühr bezahlen müssen. Zwischen neun und 18 Uhr ist das Parken kostenpflichtig, wobei die erste Stunde frei ist.

Die Gemeinderäte kamen damit den Badegästen entgegen, die zum Beispiel morgens oder in der Mittagspause schnell mal vorbeischauen, um sich im Ammersee zu erfrischen. Danach kostet jede Stunde einen Euro, das Tagesticket wurde mit fünf Euro gedeckelt. Eine höherer Tagespreis sei Dießenern aus den entfernten Ortsteilen nicht zuzumuten, war die fast einhellige Meinung der Räte. Ein auf das Kfz-Kennzeichen bezogenes Jahresticket kostet 30 Euro. Schwerbehinderte mit Ausweis sind von den Gebühren befreit.

Bei den Parkautomaten ist auch das sogenannte „Handy-Parken“ ohne Bargeld möglich, das sich beim Freizeitgelände der Nachbargemeinde Utting schon bewährt hat. Über die kostenlose ParkNow-App meldet sich der Besucher bei An- und Abfahrt beim Betreiber, der dann die angefallenen Gebühren monatlich minutengenau abbucht. Auch das Jahresticket kann über die App gebucht werden. Um den Bürgern den Umstieg von Bargeld auf ParkNow schmackhaft zu machen, bietet der Betreiber zehn Euro Startguthaben für Neukunden mit dem Rabattcode „PN-DS-2021“. Nach Einlösung ist das Guthaben über die App drei Monate nutzbar.

Die „Parkschandis“ vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland erkennen auf ihren Geräten über das Kennzeichen, ob das Auto über Handy angemeldet wurde. Wichtig: Beim Wegfahren darf man nicht vergessen, den aktiven Parkvorgang über einen Handy-Klick zu beenden.

Bürgermeisterin Sandra Perzul: „Für die Anwender bedeutet das System ein stressfreies, bargeldloses und ticketloses Parken. Von Vorteil ist außerdem, dass man die ParkNow-App auch in vielen anderen Gemeinden und Städten nutzen kann.“ Die geringe Servicegebühr von 0,29 Euro pro Parkvorgang rechne sich rasch, da minutengenau abgerechnet werde und eine Überbezahlung der Parkzeit sowie etwaige Strafzettel entfallen.

Die neue Gebührenverordnung gilt für die Parkflächen St. Alban Ost, St. Alban West und Seeweg Süd sowie für die Parkflächen Riederau Nord-West, Riederau Süd-West und Riederau Seiboldstraße.

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