Buntes Naturparadies

In Riederau blüht, flattert und krabbelt es rund um die »Villa Hügel«

Eva Krehle und Mario Kessler vor ihrem energieautarken Haus in Riederau
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Ihr eigenes Naturparadies haben sich Eva Krehle und Mario Kessler rund um ihr energieautarkes Haus in Riederau geschaffen. Beim „Tag der offenen Gartentür“ konnten sie zahlreichen Besucher den Artenreichtum erklären.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Dießen-Riederau – Dass unsere Natur trotz aller Bedrohungen vielfältige, wilde und auch vergessene Schätze und Schönheiten aufweist, bewies der 22. „Tag der offenen Gartentür“ in Apfeldorf, Igling und Riederau. Organisiert von Susann-Kathrin Huttenloher und Monika Sedlmaier, den Kreisfachberaterinnen für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt.

Dabei bekam der „Garten der Arten“ von Mario Kessler und seiner Frau Eva Krehle in Riederau von den vielen Besuchern besonderes Lob. Die beiden haben es geschafft, ganz ohne Mähroboter, Kunstdünger und Gift einen abenteuerlichen Gartentraum zu verwirklichen, der unzähligen einheimischen Wildpflanzen, Insekten und Kleintieren unterschiedlichste Lebensräume und Nahrung bietet. „Ein Naturgarten fürs Herz, nicht nur für das Auge“, wie Mario Kessler betont. Würden das alle Gartenbesitzer tun, wäre die Klimakrise nicht so wuchtig und bedrohlich. Dabei verweist er die Besucher immer wieder auf Dave Goulsons Bestseller „Wildlife Gardening: Die Kunst, im eigenen Garten die Welt zu retten.“

Das tun bereits zwei Millionen Gartenbesitzer in Bayern. Auf einer Fläche von 135.000 Hektar Privatgärten pflegen sie Artenschutz und Biodiversität. Immer mehr Hobbygärtner lassen dabei ihre Paradiese im Rahmen der Aktion „Bayern blüht – Naturgarten“ zertifizieren.

In nur drei Jahren haben der Illustrator und Grafikdesigner Mario Kessler und seine Frau, die Unternehmerin Eva Krehle, rund um ihr energieautarkes Haus auf 1.500 Quadratmetern einen Naturgarten geschaffen, der seinesgleichen sucht. Dazu wurden Hügel aufgeschüttet, Terrassen angelegt, Steine gesetzt und ein Rundweg gebaut. Ein Bach durchzieht den Garten, der in einem natürlich wirkenden Teich mündet und Sauerstoff liefert. Dieses bis zu drei Meter tiefe Gewässer ist ein Paradies für Wasserpflanzen aller Art, Kaulquappen, Frösche, Kröten, Krebse, Schnecken, Fischlein und Blindschleichen.

Auf dem Rundgang entdecken die Besucher zwischen Blühwiesen, Büschen, Pflanzen und Bäumen kleine Unkentümpel, Steinhaufen und totes Holz. Sie bieten Lebensraum für alles, was fliegt, summt und krabbelt. Mit dem Paar Kessler-Krehle leben rund um die „Villa Hügel“ in Eintracht Vögel, Fledermäuse, Bienen, Schmetterlinge und Insekten aller Art, Igel, Eidechsen und vieles mehr.

Neben Kiefern, Linden, Eiben und Birken gibt es hier Obstbäume, einen Haselnussbaum, eine Wildrosenhecke, einen alten Quittenstrauch und gefühlt hundert bunte Sträucher. Dazwischen blühende Wiesen als reich gedeckter Tisch für Bienen und Hummeln.

Da Mario Kessler als weltweit gefragter Illustrator speziell für Tier- und Pflanzenmotive ein ausgewiesener Naturkenner ist, konnte er mit Hilfe eines befreundeten Gartenbauers seinen ganz persönlichen Traum von einem artenreichen Naturgarten umsetzen. Davon war auch Landrat Thomas Eichinger bei seinem Eröffnungsrundgang zum „Tag der offenen Gartentür“ begeistert. Er will schon bald nochmals vorbeikommen und sich in aller Ruhe die Details dieses einmaligen Naturparadieses erklären lassen.

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