Neue Hundesteuersatzung

In Utting trägt das Zamperl Marke

Dackel am Ammersee-Ufer
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Beim Gassigehen müssen laut neuer Hundesteuersatzung jetzt auch in Utting die Zamperl ihre Steuermarke tragen. So wie hier Dackeldame Luiserl in den Dießener Seeanlagen.

Utting – Tierfreunde, die ihren Hund nicht bei der Gemeinde anmelden, begehen keine Steuerstraftat, sondern nur eine Ordnungswidrigkeit. Wer mit seinem „illegalen Fifi“ erwischt wird, muss nachzahlen und erhält unter Umständen eine Geldbuße, deren Höhe von Kommune zu Kommune variiert. Die neue Hundesteuersatzung der Gemeinde Utting macht es der Verwaltung leichter, „Hundesteuersünder“ aufzuspüren.

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde die von Kämmerer Florian Zarbo ausgearbeitete neue Satzung einstimmig verabschiedet. Sie orientiert sich an der aktuellen amtlichen Mustersatzung des Bayerischen Innenministeriums und ersetzt die bisher gültige vom März 2013. Erfreulich: Die Jahresgebühr von 60 Euro pro Hund wird nicht erhöht. Allerdings sind die Hundehalter jetzt verpflichtet, dass ihr vierbeiniger Liebling außerhalb von Wohnung und umfriedetem Grundstück die von der Gemeinde ausgegebene Hundemarke tragen muss. Herrchen und Frauchen müssen die Steuermarke auf Verlagen den Beauftragten der Gemeinde zeigen.

Das Halten eines über vier Monate alten Hundes im Gemeindegebiet Utting „unterliegt einer gemeindlichen Jahresaufwandsteuer nach Maßgabe der Satzung.“ Der Hund muss innerhalb eines Monats nach Anschaffung im Rathaus angemeldet werden.

Um die Hälfte ermäßigt wird die Steuer jeweils beim ersten Hund von Forstbediensteten und Jägern, wenn das Tier überwiegend zur Ausübung der Jagd oder des Jagd- und Forstschutzes gehalten wird. Die Ermäßigung gilt auch für Hunde, die in Einöden gehalten werden, Anwesen, deren Wohngebäude mehr als 500 Meter Luftlinie vom nächsten Wohnhaus entfernt sind. In Utting trifft das nur auf eine Einöde zu, den Reichhof. Steuerfrei sind Hunde von Hilfsdiensten wie Rotes Kreuz oder Technisches Hilfswerk, speziell ausgebildete Rettungshunde oder Begleithunde von Behinderten.

In Utting ist übrigens kein einziger Kampfhund angemeldet, für den die jährliche Steuer satte 600 Euro betragen würde. Je 60 Euro aber löhnen die Halter der 245 im Gemeindegebiet registrieren Zamperl samt größeren Artgenossen. Damit werden unter anderem Kotbeutel in den Hundekot-Stationen und deren Leerung bezahlt.
Dieter Roettig

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