Independent Filmfestival Landsberg

Snowdance-Start mit hochkarätigen Gästen

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Ein hochkarätiges Staraufgebot und beste Stimmung gab es bei der Eröffnung des 6. Snowdance Independent Film Festivals im Historischen Rathaus. Bis zum 3. Februar werden in Landsberg 20 Lang- und 30 Kurzfilme aus 41 Ländern präsentiert.
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Ein hochkarätiges Staraufgebot und beste Stimmung gab es bei der Eröffnung des 6. Snowdance Independent Film Festivals im Historischen Rathaus. Bis zum 3. Februar werden in Landsberg 20 Lang- und 30 Kurzfilme aus 41 Ländern präsentiert.
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Ein hochkarätiges Staraufgebot und beste Stimmung gab es bei der Eröffnung des 6. Snowdance Independent Film Festivals im Historischen Rathaus. Bis zum 3. Februar werden in Landsberg 20 Lang- und 30 Kurzfilme aus 41 Ländern präsentiert.
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Ein hochkarätiges Staraufgebot und beste Stimmung gab es bei der Eröffnung des 6. Snowdance Independent Film Festivals im Historischen Rathaus. Bis zum 3. Februar werden in Landsberg 20 Lang- und 30 Kurzfilme aus 41 Ländern präsentiert.
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Ein hochkarätiges Staraufgebot und beste Stimmung gab es bei der Eröffnung des 6. Snowdance Independent Film Festivals im Historischen Rathaus. Bis zum 3. Februar werden in Landsberg 20 Lang- und 30 Kurzfilme aus 41 Ländern präsentiert.
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Ein hochkarätiges Staraufgebot und beste Stimmung gab es bei der Eröffnung des 6. Snowdance Independent Film Festivals im Historischen Rathaus. Bis zum 3. Februar werden in Landsberg 20 Lang- und 30 Kurzfilme aus 41 Ländern präsentiert.
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Ein hochkarätiges Staraufgebot und beste Stimmung gab es bei der Eröffnung des 6. Snowdance Independent Film Festivals im Historischen Rathaus. Bis zum 3. Februar werden in Landsberg 20 Lang- und 30 Kurzfilme aus 41 Ländern präsentiert.
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Ein hochkarätiges Staraufgebot und beste Stimmung gab es bei der Eröffnung des 6. Snowdance Independent Film Festivals im Historischen Rathaus. Bis zum 3. Februar werden in Landsberg 20 Lang- und 30 Kurzfilme aus 41 Ländern präsentiert.

Landsberg – Es war ein glanzvoller Auftakt nach Maß. Sowohl der Festsaal des Historischen Rathauses beim Opening wie auch anschließend das Olympia-Kino mit dem Eröffnungsfilm waren bis auf den letzten Platz besetzt, als die sechste Auflage des Snowdance Independent Film Festivals an den Start ging. Festival-Initiator Tom Bohn hatte Wort gehalten und neben der diesjährigen Schirmherrin Ulrike Folkerts hochkarätige Schauspieler mitgebracht, die im Rahmen einer Talkshow Lust auf das Genre Film machten, aber auch Intimes aus ihrem Leben preisgaben.

Oberbürgermeister Mathias Neuner betonte in seiner Rede, dass sich die Stadt Landsberg glücklich schätze, jetzt ganz offiziell Partner des Festivals zu sein, nachdem man sich fünf Jahre „beschnuppert“ habe. Er erinnerte an Tom Bohns „einnehmendes Wesen“, als der zum ersten Mal ins Rathaus kam und seine Vision vortrug, Landsberg zur Top-Adresse für den independent, sprich unabhängigen Film zu machen. Dass dies mehr als geglückt sei, bewiesen die 330 Einreichungen aus 41 Ländern, von denen jetzt zwanzig Lang- und 30 Kurzfilme bis zum 3. Februar im Stadttheater und in den Olympia-Kinos gezeigt werden.

Drehbuchautor und Tatort-Regisseur Tom Bohn wiederum bedankte sich bei OB Neuner und Landsbergs Kulturamtschefin Claudia Flörke für die „bombastische Unterstützung“ bei der Organisation des diesjährigen Festivals und präsentierte als Schirmherrin seine langjährige berufliche Weggefährtin Ulrike Folkerts alias „Hauptkommissarin Odenthal“. Deutschlands dienstälteste Tatort-Ermittlerin löst im März mit „Maleficius“ ihren 69. Fall – Buch und Regie natürlich Tom Bohn.

Der brachte für die Talkshow-Couch gleich einen der Hauptdarsteller aus dem neuen Tatort mit, nämlich Charaktermime Heinz Hoenig. Der forderte spaßeshalber von Oberbürgermeister Mathias Neuner die „Ehrenbürgerschaft“, weil er 1951 in Landsberg geboren wurde und hier bis zum zarten Alter von Vier gelebt hat. Hoenig, bekannt geworden unter anderem durch seine Rollen in „Das Boot“, „Der König von St. Pauli“, „Der große Bellheim“ oder „Der Schattenmann“, verriet seine Pläne für eine Stiftung, mit der er Jugendliche mit Theaterspielen von der Straße locken will. Auf Theater- und Regiearbeit möchte sich der Grimme-Preisträger in der nächsten Zeit konzentrieren. Denn Filmangeboten gegenüber sei er momentan skeptisch, „da 80 Prozent der gecasteten Schauspieler nicht spielen, sondern nur auswendig lernen können.“

Der nächste Talkshow-Gast, „Comedian Harmonist“ Max Tidof, bemängelte das Fehlen interessanter Themen beim Fernsehen, wo man derzeit zu viele „Dramen für die Frauen“ im Programm habe. Das Warten auf ein gutes Drehbuch hat sich Tidof mit der Hauptrolle im Independent Kurzfilm „Maren“ von Ludo Vici verkürzt, der bei Snowdance zur Aufführung kommt.

Erfahrung mit „von Filmförderung oder Fernsehen nicht bezuschussten, also unabhängig produzierten Filmen“ hat auch Götz Otto, letztes Jahr Snowdance-Schirmherr und jetzt neben Claudia Flörke und Ulrich Herrmann Jury-Mitglied. Der als James Bond-Bösewicht in „Der Morgen stirbt nie“ weltbekannt gewordene Mime spielte im Independent-Streifen „Iron Sky“ eine Hauptrolle – und zwar aus Begeisterung und Liebe zum Film. Und wie fast alle Akteure der Independent-Szene für so gut wie keine Gage.

Ein Geheimnis verriet Ulrike Folkerts auf Bohns Couch. Sie drehte einst „nach Feierabend“ bei einem Ludwigshafener Tatort im Keller des Film-Präsidiums „heimlich, just for fun und natürlich independent“ einen Horror-Kurzfilm, der sogar auf einem Festival zur Aufführung kam...

Folkerts wie auch die Gäste im Rathaussaal waren begeistert von den musikalischen Einlagen der Gypsy-Jazz-Gruppe „Hot Club de M Belleville“. Bei den Gitarren-Soli von Elias Prinz war vor allem Heinz Hoenig ganz aus dem Häuschen, der selbst Gitarre spielt. Sein Mikrophon war noch an, als ihm „Ich faule Sau muss mehr üben!“ entfuhr.

Der zweite Teil der Snowdance-Eröffnung fand im Olympia-Kino statt, wo der belgische Filmemacher Dimitri de Clercq sein Independent-Debüt „You go go my head“ persönlich vorstellte. Ein Musterbeispiel, wie man eine eigene Filmidee ohne Mitsprache oder Geldsegen anderer konsequent durchsetzt. Als Startkapital verkaufte De Clercq seine wertvolle Sammlung historischer Filmplakate und zog mit einem Mini-Team von nur vier Leuten, getarnt als „Dokumentarfilmer“, in die Wüste von Marokko. Hier entstand für nur 50.000 Dollar ein fast zweistündiges Monumentalwerk mit grandiosen Bildern und zwei großartigen Schauspielern. „Kitty“ Delfine Bafort als geheimnisvolle Schöne mit posttraumatischer Amnesie nach einem Autounfall und Svetosar Cvetkovic als ihr Retter und Fake-Gemahl „Jake“ machen die Sache bis zum überraschenden Finale spannend.

Im Gegensatz zu den Premieren-Filmen der letzten Jahre verließ kein einziger Zuschauer während der Vorstellung den Kinosaal, was wohl für die Dramaturgie des Films spricht. Bei der anschließenden Diskussion mit dem Publikum spürte man die Leidenschaft de Clercqs für seinen Film, der in Deutschland leider noch keinen Verleih gefunden hat, dafür aber demnächst in China und in den USA an den Start geht.

Dieter Roettig

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