"Die Kletterei" feiert Hebauf:

Garantiert ohne Steinschlag!

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Markus und Bianca Wasserle führten ihre Gäste anlässlich des Richtfestes durch das zukünftige Kletterparadies im Süden Kauferings. Am 1. September soll die Eröffnung sein.

Kaufering – In der Marktgemeinde kann man demnächst ganz hoch hinaus. Bei der zukünftigen Kletterhalle in der Viktor-Frankl-Straße gleich neben dem Kino ist am Freitag Richtfest gefeiert worden. Erstmals konnte man sich ein Bild von dem Neubau machen – zumindest die geladenen Gäste. Ein Teil der Kletterhalle, der sogenannte Boulderbereich, ist, wie auch der Spielbereich für Kinder, schon fertig. Endgültig in Betrieb gehen wird„Die Kletterei“ am 1. September. Inhaber Markus Wasserle und Ehefrau Bianca laden bereits jetzt zu einem „Tag der offenen Tür“, der am 15. Oktober stattfinden wird.

„Mit dem Kletterparadies hat Markus Wasserle den Trend der Zeit getroffen“. Das war die einhellige Meinung vieler Ehrengäste. Kaufering könnte davon profitieren, hat doch die 15 Meter hohe Außenkletterwand eine Chance, als neues Wahrzeichen neben der Kirche im Dorf wahrgenommen zu werden. Abgesehen davon freut man sich in der Marktgemeinde über neue Steuereinnahmen.

Es ist fürwahr ein ehrgeiziges Projekt, das sich Markus und Bianca Wasserle da vorgenommen haben. „Die Kletterei – Kletter- und Boulderparadies am Lech GmbH“, so der Firmenname , trifft eine Marktnische im Indoorsport, der heute kaum mehr wegzudenken ist. Gerade für Alpinisten bietet diese Form der Kletterei nicht nur Spaß, sondern auch eine Trainingsmöglichkeit bei jedem Wetter. Man braucht weder Steinschlag noch Wetterstürze zu befürchten. Darüber hinaus können die Alpinisten das korrekte Sichern ebenso üben wie das Klettern an überhängenden Wänden. Überhaupt, das Klettern in der Halle hat sich zu einer eigenständigen alpinistischen Disziplin entwickelt.

Deshalb lag es für die Kletterei-Initiatoren auch nahe, den engen Schulterschluss zum Alpenverein zu suchen. Mit den Sektionen Landsberg und Kaufering hat die Familie Wasserle eigenen Ausführungen zufolge die „idealen Partner“ gefunden. Entgegen kam dem Unternehmer, dass auch die beiden AV-Sektionen schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück und einem Investor waren.

Eine Partnerschaft gibt es inzwischen auch mit der AOK, die einen Teil ihrer Kurse in den Räumen der Kletterei abhalten will, erklärte Markus Wasserle bei einem Rundgang mit den Gästen. Insgesamt gibt es bis zum Jahresende bereits 40 Kurse im Angebot.

Ehrgeizig war auch der Zeitplan. Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, als der Unternehmer beim symbolischen Spatenstich sein Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Der Zeitplan wurde bisher auch voll und ganz eingehalten. Es störte auch niemand, dass beim „Hebauf“ die Handwerker noch in voller Aktion waren, denn der Innenausbau läuft auf vollen Touren. Immerhin muss in vier Wochen alles fertig sein.

Die Kletterei ist als „Spaß für die ganze Familie“ konzipiert. Während Vater und Mutter in den Wänden hängen, können sich die Kleinen im Kinderparadies austoben, ohne den Blick auf ihren Eltern zu verlieren – und umgekehrt. Über mit Netzen abgesicherte, schwebende Holzbrücke können die Buben und Mädchen sogar in der Mitte der Boulderhalle den Künsten von Vätern und Müttern zusehen. Neben dem Indoorbereich wird es auch einen Außenspielplatz für die kleinen Sportler geben.

Insgesamt bietet das Kauferinger Kletterzentrum rund 1.600 Quadratmeter Kletterwände mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Modernste Technik sichern die „Alpinisten“ ab, ohne dass zusätzliche Personen diese Absicherung übernehmen müssen. Wer fällt, fällt weich, denn die Böden sind mit speziellen Matten ausgelegt, die eigentlich Verletzungen ausschließen sollen. Natürlich kann man auch Kurse belegen, um mehr Sicherheit zu erlangen.

Im Eingangsbereich entstehen derzeit das Bistro und ein Cafe­bereich. Es dürfte auch für Pendler interessant sein, denn bereits ab 6 Uhr gibt es frisch gebrühten Kaffee.

Siegfried Spörer

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