Inhalte statt Emotionen fürs Stadttheater Landsberg

Die städtische Kulturpolitik als Baustelle: Die Stadtrats-Grünen Ludwig Hartmann, Traudl Lüßmann, Ruth Satzger und Andreas Hartmann beklagen mangelnde Weitsicht, unklare Zielsetzungen und fehlende Koordination, wünschen sich eine Diskussion über Inhalte statt aufgeheizte Emotionen. „Landsberg muss Kulturstadt bleiben“, forderte Ludwig Hartmann im Rahmen eines Pressegesprächs. Die Stadt könne sich durchaus leisten, dafür mehr Geld auszugeben.

„Unsere Steuereinnahmen sind immer noch hoch“, so Hartmann. „Die Gewerbesteuereinnahmen zum Beispiel haben sich mit 23 Millionen Euro gegenüber 2003 fast verdoppelt.“ Die Zurückhaltung bei der Erhöhung freiwilliger Leistungen kann er zwar nachvollziehen. „Doch was spricht dagegen, einen bestimmten Prozentsatz für die Kulturförderung festzulegen?“ Ohne FUN? Das Stadttheater solle wieder ausschließlich Sache der Theaterleitung werden und nicht mehr über den städtischen Eigenbetrieb Freizeit, Unterhaltung, Nutzungsmanagement (FUN) vermarktet werden, fordert Hartmann. Die Einnahmen aus der Vermietung der Räumlichkeiten könnten dann direkt ins Theaterbudget fließen und einen entsprechenden Anreiz darstellen, sich um Nutzer zu bemühen. Derzeit funktioniere die Kommunikation zwischen Stadttheater und FUN nicht, und die Einnahmen aus der Vermietung seien nicht nachzuvollziehen – das habe bereits der städtische Rechnungsprüfungsausschuss beklagt. Nach Ansicht Traudl Lüßmanns sollte auch diskutiert werden, ob die Stadt ein Kulturreferat braucht, in dem alle Fäden zusammenlaufen. „Diese und andere offene Fragen“, so Ruth Satzger, "werden wir sammeln und daraus Vorschläge entwickeln.“

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