Zu inkonsequent

Siegreich wie kürzlich gegen Nördlingen waren die Landsberger Fußballer, hier rechts Armin Sanktjohanser, am Wochenende in Manching nicht – der TSV verlor mit 1:4. Foto: Krivec

„Konstanz“ sucht man schon seit einigen Monaten beim TSV Landsberg, aber auch in der neuen Saison sind die Leistungen bisher konstant inkonstant. In zwei Heimspielen gab es zwei Siege, auswärts holt man dagegen bisher weiter nichts; am Sonntag setzte es eine 1:4 (0:1)-Niederlage in Manching und liegt jetzt auf Rang acht der Fußball-Landesliga Südwest. Immerhin: Wenn die Serie hält, gibt es bereits am heutigen Mittwoch wieder drei Punkte. Um 18.30 Uhr geht es im Hacker-Sportpark gegen Dachau.

Es war deutlich zu merken, dass Spielertrainer Sven Kresin nach der Auswärtspleite vorsichtig nach den richtigen Worten suchte. „Es arbeitet in mir, ich muss ein bisschen aufpassen, was ich sage“, so der 36-Jährige. Er fand dann dennoch deutliche Töne. „Wie eine Mädchenmannschaft“ sei man teilweise vor den Toren Ingolstadts aufgetreten, „wir sind schon phänomenal.“ Vor allem bemängelte Kresin das Zweikampfverhalten seiner Truppe. Da habe man „keinen Zugriff“ auf die Gegenspieler gehabt, oft zu weit weggestanden „und wir haben keinen Zugriff auf die zweiten Bälle gehabt, offensiv wie defensiv.“ Dem frühen Rückstand durch Burchard (6.) folgte kurz vor der Pause zwar noch der Ausgleich durch Damian Engel (44.), aber auch das war an diesem Abend nur ein Strohfeuer. Gerade einmal vier Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als sich ein Freistoß von Manuel Mayer aus rund 30 Metern über die Mauer und über TSV-Keeper Tobias Heiland senkte, der für Markus Obermayer zwischen die Pfosten gerückt war. Erneut Burchhard (60.) und Waltl (83.) machten den klaren Heimsieg der Manchinger perfekt, die damit zu ihren ersten Punkten in der laufenden Saison überhaupt kamen. Wie der letzte Treffer fiel, war symptomatisch: Ein Landsberger rückte nicht heraus, nachdem der Ball nach vorne geschlagen wurde, die Kugel kam zurück, ein einsamer Angreifer der Gastgeber hielt den Fuß hinein und der Ball sprang ins Tor. Umso ärgerlicher, als Manching an diesem Tag durchaus nicht unschlagbar gewesen wäre. „Immer, wenn wir uns mal entschlossen haben, Fußball zu spielen, wurden wir auch gefährlich“, so Kresin. „Aber insgesamt war das schlimm gegen am schlimmsten, eigentlich keine Landesliga-Partie.“ Viel Zeit bleibt Team und Trainer nicht, bis am heutigen Mittwoch bereits die nächste Pflichtaufgabe ansteht. Ob die Vorstellung in Manching Konsequenzen für die Aufstellung hat und wer im Tor stehen wird, wollte Kresin bei Redaktionsschluss noch nicht festlegen. „Wir müssen jetzt erst einmal diese Fehlerquellen finden, die offenbar sehr tief stecken. Es sind ja immer wieder die gleichen Dinge, die uns passieren und dann reden wir auch zu wenig miteinander. Diese Wurzeln müssen wir jetzt irgendwann einmal ausreißen, sonst punkten wir gegen niemanden.“

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