Ein Pfad für die Sinne

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Im Beisein von Landrat Thomas Eichinger (4. v. links) überbrachte eine Delegation des Inner Wheel Clubs Ammersee dem Sozialtherapeutischen Netzwerk die 4.000-Euro-Spende.

Eresing – Eine Delegation des Inner Wheel Clubs Ammersee überbrachte dem Sozialtherapeutischen Netzwerk einen „blauen Brief“ mit sehr erfreulichem Inhalt: einer Spende über 4.000 Euro. Sie ermöglicht dem seit 29 Jahren für Menschen mit Behinderungen agierenden Verein die Anlage eines „Erlebnispfades für die Sinne“ neben dem Wohnheim „Rotes Haus“ in Eresing, wo 14 Menschen mit schwersten körperlichen und geistigen Behinderungen leben.

Geschäftsführer Florian Braun nahm den Scheck von IWC-Präsidentin Eva-Maria Schöner mit großer Freude an, denn das seit eineinhalb Jahren geplante Objekt wäre ohne Fremdmittel nicht finanzierbar gewesen. Er weiß: „Die Bewohner des Roten Hauses erfahren viel über ihre Sinne, über Ertasten, Riechen, Schmecken. Ein barfuß begehbarer, sitzend oder liegend erfühlbarer Pfad mit Sand, Kies, Lehm, Mulch und anderen Wegstücken ist dafür ideal.“ Wohnheimleiterin Carina Bügner ergänzt: „Insbesondere direkt vor unserer Haustür verbessert der Pfad unsere Möglichkeiten, denn der Weg zum Wald ist für die Bewohner nicht zu schaffen.“

Der IWC freue sich, mit dem Pfad etwas auf Dauer Sicht- und Nutzbares zu realisieren, sagte Präsidentin Schöner. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich noch im Sommer beginnen. Frau Bügner lud die Anwesenden vorab ein: „Probier´n Sie aus, wie der Pfad Ihre Sinne anspricht!“ Auch Landrat Thomas Eichinger hatte sich der Delegation angeschlossen, um sich erstmals persönlich ein Bild vom Sozialtherapeutischen Netzwerk zu machen, in dem derzeit über 110 Angestellte 43 Menschen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren betreuen und Verwaltungsarbeit leisten.

„Mittlerweile kommen die nicht Werkstatt fähigen Menschen mit Behinderungen zunehmend aus der unmittelbaren Umgebung der Wohn- und Förderstätten des STN, die sich in Windach, Schwifting, Grafrath und Eresing befinden“, erwähnte Geschäftsführer Braun. Die Geschichte des Vereins begann 1987 als Elterninitiative in München, mit dem Ziel, den weiteren Lebensweg ihrer gehandicapten Kinder nach deren Schulabschluss zu bahnen, was nun mit einem „kleinen Pfad“ wieder ein Stück weiter voran gebracht wird.

Kay Reinhardt

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