Innovativ: Projekt 21/7

Im Auftrag des Neuen Stadtmuseums werden Jugendliche demnächst als Foto-Scouts unterwegs sein. Foto: kb

Das Neue Stadtmuseum startet zusammen mit dem Fotokünstler Wolfgang Hauck ein Fotoprojekt für die Ausstellung „Typisch Landsberg!“, das aufgrund seines überregionalen Pilotcharakters durch den Bayerischen Kulturfonds und den Bezirk Oberbayern gefördert wird. Der Anlass ist die 850-Jahr-Feier der Stadt Landsberg. Grund genug, nicht nur in die Geschichte der Lechstadt zurückzublicken, sondern auch um zu sehen, wo man steht und wer man ist.

Mit einer Fotoaktion am diesjährigen Stadtfest startet das Projekt. Im Auftrag des Stadtmuseums sind jugendliche Foto-Scouts unterwegs, um Landsberger Bürger allen Alters zu portraitieren. Ihr Werkzeug wird ein Handy sein. Die Portraitaufnahmen fließen in ein Kunstwerk ein: Eine wandfüllende Fotomontage, die die „Gesichter unserer Stadt“ zur Stadtsilhouette zusammenfügt. „Das Projekt stellt die Menschen unserer Stadt in den Mittelpunkt“, erklärt Museumleiterin Sonia Fischer, die das Projekt initiiert hat. „Menschen, die durch ihre Ideen und ihr Handeln das wirtschaftliche Leben und das künstlerische wie gesellschaftliche Miteinander einer Stadt und damit ihre „Silhouette“ prägen. Der besondere Blick des Stadtmuseums richtet sich auf die Jugendmedien, die Frage der Anonymität in einer virtuellen Welt und die Reflexion über die Bürgergemeinschaft einer Stadt. Zu diesen Themen unternimmt das Projekt im Rahmen der Ausstellung „Typisch Landsberg“ eine multimediale Antwort und künstlerische Bestandsaufnahme. Wer Teil des „Stadtportraits 21/7“ werden möchte, sollte am Stadtfest, beziehungsweise am 21. Juli, dem Tag, der dem Projekt seinen Namen gibt, direkt an den Stand des Stadtmuseums kommen. Am Stand vor der Stadtbücherei richtet das Museum eine Fotostation ein, hier und in der Stadt machen die Jugendlichen die Portraitaufnahmen. Qualitätsbewusstsein zu vermitteln ist dabei ein Anliegen von Hermann Will. Er ist der Chefredakteur und Herausgeber der führenden Fachzeitschrift „fine art printer“ und Spezialist für diese Kunstdrucktechniken. Damit die jugendlichen Scouts die Fachkenntnisse und Tricks dieser Techniken beherrschen, wird er am 30. Juni einen Workshop für in Landsberg durchführen. Der Fotokünstler Wolfgang Hauck wird den Kurs am Sonntag, 1. Juli, mit Tipps und Feinheiten der Portraitfotographie mit den „iPhone“ fortführen. Ein kostenfreies Angebot für 15 Jugendliche, die dann als „„Fotographische Scouts“ am 21. Juli ihr Können unter Beweis stellen können. Aus den entstandenen Aufnahmen wird Wolfgang Hauck eine Bildmontage als Stadtportrait und eine interaktive Ausstellungspräsentation entwickeln. Diese ist im Rahmen der Ausstellung im Neuen Stadtmuseum ab November 2012 zu sehen. Ein solches Pilotprojekt erkundet aktuelle Trends, nimmt technische Möglichkeiten auf und geht neue Wege. Deswegen wird es auch vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert. Der renommierte Papierhersteller Hahnemühle stattet das Projekt mit exklusiven und hochwertigsten Druckpapieren der Serie aus und der Druckmaschinenhersteller Epson stellt die kostbaren 3K-Tinten zur Verfügung, deren Literpreis bei 1100 Euro liegt. Damit ist garantiert, dass diese Fotodrucke noch in einhundert Jahren, so frisch und intensiv aussehen, wie am ersten Tag. Damit auch die Landsberger Bürger einen guten Eindruck hinterlassen, wird es sicherlich heißen: Bitte lächeln! Interessierte zwischen 15 und 19 Jahren können sich zur Teilnahme noch bewerben. Weitere Informationen und Bewerbung im Internet unter www.museum-landsberg.de.

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