Insgesamt zufriedenstellend

Schmerz lass nach: Für Alexander Neubauer (Mitte) und seine Mitstreiter des TSV Landsberg war es eine harte Saison in der Landesliga Süd. Foto: Krivec

Ein positives Resümee ziehen die Handballer des TSV Landsberg nach der abgelaufenen Spielzeit. Die Erfolge der letzten Saison bestätigen, das war das Ziel und oft ist es gelungen. Einzig die erste Männermannschaft schwächelte.

Wieder unter die ersten Fünf der Landesliga Süd zu kommen hatte sich das Team von Trainer Hubert Müller vorgenommen. Trotz einiger Abgänge wollte man das nur verstärkt mit Nachwuchsspielern erreichen. Doch schon bald nach dem fulminanten Auftaktsieg beim TSV Unterhaching zeigte sich, dass die Mannschaft immer wieder hart kämpfen musste, um in der weiter stärker gewordenen Liga zu bestehen. Ständig geschwächt durch viele Verletzte kassierte man etliche knappe und auch unglückliche Niederlagen. Insbesondere „el capitano“ Tomas Schwirkmann war, als er verletzt ausfiel, kaum zu ersetzen. Trotz aller spürbarer Verunsicherung gab die Mannschaft aber nie auf, kämpfte stets mit hoher Moral und zeigte immer wieder auch Top-Leistungen wie beim Heimsieg gegen den TV Memmingen oder bei der knappen Niederlage gegen den TSV Friedberg II. Aber gerade die gegen vermeintlich schwächere Gegner verlorenen Punkte fehlten, und so war man immer im unteren Tabellenbereich unterwegs. Das ging jedoch anderen auch so, zeitweilig waren acht Mannschaften in unmittelbarer Abstiegsgefahr. Aber nach dem Erfolg in Indersdorf konnte man am vorletzten Spieltag mit einem erkämpften Sieg gegen den TV Immenstadt den Klassenerhalt sichern. Die zweite Männermannschaft musste nach ihrem souveränen Aufstieg in die Bezirksliga ohne festen Trainer auskommen. Aber man nutzte die in der Mannschaft vorhandene Kompetenz und sicherte sich einen Mittelfeldplatz. Dabei hatte man mit dem Abstieg nie etwas zu tun, die Tendenz ging eher nach oben. Mehr hatte man sich auch nicht vorgenommen und ist deshalb auch vollends zufrieden. Wobei schon deutlich wurde, dass manchmal mehr drin gewesen wäre. Nach dem Zuwachs aus dem Jugendbereich und mit dem neuen Trainer Werner Stricker darf man gespannt sein, was sich da noch entwickelt. Auch in die Bezirksliga aufgestiegen waren die Frauen, und der Klassenerhalt war das große Ziel. Doch dabei blieb es nicht, die Mannschaft eilte von Sieg zu Sieg und war bald souveräner Tabellenführer. Mit einer starken Abwehr und mannschaftlicher Geschlossenheit setzte man Akzente. Dabei baute Trainer Günther Enge auch erfolgreich frühzeitig Talente aus der A-Jugend mit ein. Erst als wichtige Leistungsträgerinnen ausfielen und die einsatzfähigen Spielerinnen knapp wurden, kam man aus dem Tritt und musste Punkte abgeben. Aber am Schluss erreichte man sicher die Vize-Meisterschaft und kann nun in die Bezirksoberliga durchmarschieren. Insgesamt zufrieden sind auch die Jugendleiterinnen Mary Saro und Margit Steber. Die neuformierte männliche A-Jugend unter Wiggerl Hoffmann holte sich nicht nur die Bezirksmeisterschaft, sondern zeigte insgesamt eine gute Entwicklung. Immer wieder kamen A-Jugendliche in den Seniorenmannschaften zum Einsatz. Das im Herbst eingeführte neue Jugendförderkonzept mit dem Altersgruppen übergreifenden Trainingsangebot hat sich etabliert und zeigt erste Wirkungen. Leider konnte das zusätzliche Fördertraining auf Grund der misslichen Hallensituation im Herbst nicht durchgezogen werden. Schon länger auf höherem Niveau spielt die männliche B1-Jugend unter ihren Trainern Doris Antonitsch und Franz Kiss. Diesmal verfehlte man die Meisterschaft in der Bezirksoberliga nur ganz knapp. Gute Fortschritte macht die von den selben Trainern betreute junge B2 Jugend. Leider gab es keine männliche C-Jugend, aber eine engagierte D-Jugend. Sie spielte auch vorne mit und kam trainiert von Ralf Beulker gut voran. Nicht zufrieden konnte man mit der Situation im weiblichen Bereich sein. Die weibliche A-Jugend stellte zwar immer wieder Spielerinnen an die Damen ab, bleib jedoch bei den eigenen Spielen des Öfteren hinter den Erwartungen und Möglichkeiten zurück. Das hatten sich Trainer Andi Riedl und seine Mädchen anders vorgestellt. Die Weibliche B-Jugend hatte sich zwar überraschend für die Bezirksoberliga qualifiziert. Die von Marcus Müller und Serverin Bartl betreute Mannschaft musste dort aber viel Lehrgeld bezahlen. Aber nach der Saison ist auch bei den Handballern vor der Saison: Die Seniorenmannschaften steigen schon bald wieder in Vorbereitung ein und die Jugend bereitet sich bereits auf die Qualifikationsturniere für die nächste Spielzeit vor.

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