Interessantes in klarem Design – das neue Stadttheater-Programm

Das Stadttheater hat nun auch offiziell einen neuen Leiter und das Programm für die kommende Saison ein neues Gesicht. Das Heft in hellen, ruhigen Farben enthält ein ausgewogenes, interessantes Programm, bei dem die Zuschauer die Qual der Wahl haben. Gemeinsam mit Edmund Epple und Kurt Tykwer hat Florian Werner das Programm am Donnerstag vorgestellt.

„Die neue, klare Gestaltung des Programmheftes soll symbolisieren, dass wir Ruhe ins Theater bringen wollen“, erklärt der neue Theaterleiter Florian Werner, der nun offiziell die Nachfolge von Ludwig Frey angetreten hat. Verantwortlich für das cremeweiße Cover mit dem Titel, der einer abgerissenen, altmodischen Eintrittskarte nach-empfunden ist, ist der Grafiker Simon Karlstetter. Auch innen präsentiert sich das Programm übersichtlich, eine Farbsignatur erleichtert die Zuordnung der Inszenierungen nach Sparten, Gastspiel oder Amateurtheater. Außerdem erhält der Leser beim Durchblättern bereits Informationen zu den Stücken: neben der obligatorischen Kurzbeschreibung auch die Dauer, mögliche Ermäßigungen sowie Webadressen der Theater. Ebenfalls neu ist eine vierte Preiskategorie: ein Einheitspreis, der für einzelne Veranstaltungen bei freier Platzwahl gilt. Zudem erhalten Senioren für ausgewählte Veranstaltungen eine Ermäßigung, für andere gibt es einen Rabatt für Spontanbesucher unter 30, der jüngere Besucher an locken soll. Mit der Programmauswahl will Florian Werner, Gastspiele und Gäste zu einem „homogenen Ganzen“ vereinen. „Wir wollen zeigen, dass alles, was hier im Stadttheater passiert, zusammengehört.“ Das gelte für den Theaterbereich und für die Konzerte, die in Zusammenarbeit mit Edmund Epple von „Discy“ präsentiert werden, ebenso wie das Filmforum, für das Kurt Tykwer verantwortlich ist. Betont wird diese Symbiose durch gemeinsame Reihen wie die „Griechenland- Reihe“ – ein thematisches Leitmotiv, das sich durch je zwei Konzerte, Filme und Theaterstücke zieht. Alle anstehenden Highlights zu nennen, wäre zuviel – hier ist eine Auswahl: „Die Physiker“, „Die nächste Unschuld“, beides vom Landestheater Schwaben, die Geschwister Pfister mit „In der Klinik“, die Pocket-Opera Nürnberg mit „Poc Kiss“, das Impro-Opern-Ensemble „La Triviata“ und die Shakespeare-Company Berlin mit „Othello“. Auffällt, dass Werner den Wunsch vieler Landsberger erfüllt hat und dem Sprechtheater wieder mehr Platz einräumt. Doch auch Kinder- theater-Produktionen sind vertreten, unter anderem „alte Bekannte“ wie die „Complizen“. Auch Edmund Epple hat wieder außergewöhnliche Musiker ins Stadttheater eingeladen, den Auftakt macht die „Schandmaul“-Geigerin Anna Katharina, an den Drums unterstützt von dem Landsberger Schlagzeuger Specki T.D. Auch das „s’Maximilianeum“ ist mit sechs Produktionen vertreten. Kurt Tykwer betont im Filmforum die Nähe zu Musik und Theater: Literaturverfilmungen, Musikfilme, cineastische Kostbarkeiten, Werke von legendären Regisseuren wie Claude Chabrol, Pasolini oder Lars von Trier. Start mit Werner Die erste Inszenierung 2010 ist eine Arbeit des neuen Theaterleiters Florian Werner: Mit der „Landsberger Bühne“ inszeniert er George Bernard Shaws „Pygmalion“, die Premiere ist am 08. Januar. Das neue Programm ist ab sofort erhältlich, der Vorverkauf beginnt am 23. Januar, zudem ist es vom 21. bis 21. Dezember bereits möglich, sich in Reservierungslisten einzutragen. Die Unterlagen für Abonnenten wurden bereits versendet.

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