150 Jahre Ehrenamt

Bezirksleiter Bernhard Weinberger überreichte die Ernennungsurkunde an Ehrenbezirksleiter Wilfried Schmid und bedankte sich bei Ehefrau Marga Schmid mit einem Blumenstrauß. Foto: Arnold

Was man auch Gutes über ihn sagen mag, man sagt uns doch nichts Neues“: Mit diesen Worten eröffnete der Geschäftsführer des Musikbundes von Ober- und Niederbayern (MON) Andreas Horber jüngst seine Rede anlässlich der Feier zu Ehren des langjährigen Bezirksleiters Wilfried Schmid im Landratsamt in Landsberg.

Nach 15 Jahren kompetenter Arbeit für das Blasmusikwesen übergab dieser sein Amt an Bernhard Weinberger. Schmid zu Ehren fanden sich rund neunzig geladene Gäste aus Politik und Musikverbänden sowie Vertreter aus nahezu allen Bezirkskapellen im Sitzungssaal des Landratsamts ein. Alle Ehrungen, die der MON ausstellt, habe Schmid bereits erhalten, so Horber, denn er sei ein „Idealist und ehrlicher Arbeiter, auf den immer Verlass ist.“ Für den Musikbund war Schmid ein wichtiges Bindeglied zu den Mitgliedskapellen, der konstruktive Ideen und Bedürfnisse der „Basis“ weitergab. Zu seinen größten Erfolgen zähle die Initiierung des Bayerisch-Böhmisch-Wettbewerbs, lobte auch Bezirksdirigent Andreas Grandl Schmids Engagement. Wenn es ihm irgend möglich war, ließ er kein Konzert einer Bezirkskapelle aus. In den vergangenen 15 Jahren besuchte er so weit mehr als 300 Konzerte, denn der persönliche Kontakt zu den Bezirkskapellen lag Schmid besonders am Herzen. Von Schmid übernahm er einen „sehr gut geführten Bezirk“, erklärte der neue Bezirksleiter Bernhard Weinberger und so beschloss die neu gewählte Vorstandschaft auf Initiative Weinbergers in ihrer ersten Sitzung, Schmid zum „Ehrenbezirksleiter“ des Bezirks Lech-Ammersee zu ernennen. Rechte und Pflichten für diese neu einberufene Position wurden schnell gefunden und dem neuen Ehrenbezirksleiter von Weinberger mit einem Augenzwinkern sogleich verkündet: Er habe freien Eintritt zu allen Konzerten im Bezirk, dürfe die Bezirksvorstandschaft weiterhin unterstützen und er sei befugt, Ehrungen von Bezirksmitgliedern vorzunehmen. Addiere man die Jahre seiner insgesamt dreizehn innegehabten ehrenamtlichen Funktionen, so engagiere sich Schmid nun schon stolze 150 Jahre im Ehrenamt, so Hausherr Landrat Walter Eichner. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, das besonnene und fürsorgliche Engagement und überreichte Schmid die „Ehrenmedaille in Gold“ des Landkreises Landsberg für außerordentliche Verdienste im ehrenamtlichen Bereich. „So etwas unauffällig Effektives wie dich gibt es ganz selten.“ Mit diesen Worten schloss sich Ehrengast Dr. Thomas Goppel den Lobesworten an. Er überbrachte den Dank für alle Verbände im Bayerischen Musikrat und wünschte Schmid, er solle sich die „innere Begeisterung für die Musik erhalten.“ Musikalisch umrahmt wurde die Ehrungsfeier von der „Tanzl-Musik“ der Musikkapelle Pflugdorf-Stadl, die zwischen den Reden und während des anschließenden Buffets mit bayerisch-böhmischer Blasmusik unterhielt. Ein besonderes Highlight stellte die spontan aufgestellte „Bezirkskapelle“ dar: Aus jeder der anwesenden Musikkapellen fanden sich zwei Vertreter, die ihrem Ehrenbezirksleiter gemeinsam ein Ständchen spielten. Sichtlich bewegt bedankte sich Schmid bei allen anwesenden Rednern, Vorständen, Dirigenten und Musikern. Sein Ziel war es immer, sein Amt so auszuführen, „dass fast alle zufrieden sind“. Seinem Nachfolger Weinberger gab Schmid mit auf den Weg: „Es ist ein schönes Amt, das ich gerne ausgeführt habe. Es lohnt sich, sich für die Musik einzusetzen.“

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