6.000 Besucher bei Dießener Flohmarkt

Schatzjäger, Sammler und Flaneure

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Egal, ob auf der Jagd nach Schnäppchen oder auf ein Bierchen mit netten Leuten: In Dießen war für die 6.000 Besucher einiges geboten.
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Egal, ob auf der Jagd nach Schnäppchen oder auf ein Bierchen mit netten Leuten: In Dießen war für die 6.000 Besucher einiges geboten.
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Egal, ob auf der Jagd nach Schnäppchen oder auf ein Bierchen mit netten Leuten: In Dießen war für die 6.000 Besucher einiges geboten.
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Egal, ob auf der Jagd nach Schnäppchen oder auf ein Bierchen mit netten Leuten: In Dießen war für die 6.000 Besucher einiges geboten.
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Egal, ob auf der Jagd nach Schnäppchen oder auf ein Bierchen mit netten Leuten: In Dießen war für die 6.000 Besucher einiges geboten.
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Egal, ob auf der Jagd nach Schnäppchen oder auf ein Bierchen mit netten Leuten: In Dießen war für die 6.000 Besucher einiges geboten.
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Egal, ob auf der Jagd nach Schnäppchen oder auf ein Bierchen mit netten Leuten: In Dießen war für die 6.000 Besucher einiges geboten.
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Egal, ob auf der Jagd nach Schnäppchen oder auf ein Bierchen mit netten Leuten: In Dießen war für die 6.000 Besucher einiges geboten.

Dießen – Echte Flohmarktfans lassen sich von ein paar Regentropfen nicht abschrecken: So wurde der Ansturm auf die Dießener Seeanlagen kaum weniger, als es am frühen Sonntagnachmittag ein bisschen nass wurde. Aussteller ohne Zeltdach legten flugs Plastikfolien über ihre Waren und bestens gelaunt ging das Plaudern und Handeln weiter. Laut Organisator Peter Kaun jr. fanden knapp 6.000 Flohmarktfreunde den Weg zum Markt, der im 25. Jubiläumsjahr mittlerweile zu den beliebtesten und umsatzstärksten Veranstaltungen dieser Art in Süddeutschland gehört.

Die 350 Händler kamen zur Mehrzahl aus der Region, aber auch aus der Münchner, Nürnberger und Stuttgarter Gegend oder bis vom Bodensee. Ab drei Uhr nachts wurde schon aufgebaut, denn die ersten Besucher, die „Early Birds“, warteten bereits auf den Startschuss um sieben Uhr. Laut Peter Kaun gibt es drei Kategorien im Flohmarktpublikum: Da sind eben jene Schatzjäger, die sich am besten noch vor Sonnenaufgang die besten Schnäppchen sichern nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Dann gibt es die Sammler, die auf bestimmte Objekte spezialisiert sind – mit fachmännischem Blick eilen sie durch die Standreihen, prüfen die Angebote. Die Sammler sind in der Regel Experten, kennen die Preise und feilschen wie auf einem orientalischen Basar.

Und da sind schließlich die Flaneure, die den Großteil der Besucher ausmachen. Leute, die einfach über den Markt flanieren, das besondere Flair genießen und das bunte Treiben bestaunen. Man trifft nette Leute, kann ein Bierchen trinken, Brotzeit machen und die Kinder dürfen sich auf dem großen Spielplatz in den Seeanlagen austoben.

Kein Ramsch

Und natürlich wird auch das eine oder andere gekauft. Das Angebot ist schließlich so vielfältig, dass man oft nicht widerstehen kann. Es ist eine Zeitreise durch vergangene Tage, wenn man das Angebot aufmerksam durchstöbert: Geschirr, Haushaltswaren, Bierseidel, Hirschgeweihe, Klamotten, Kinderspielzeug, Bücher, Schallplatten, Bilder, Teppiche, Musikinstrumente und Kitsch in allen Variationen. Und sogar echte Antiquitäten stehen zum Verkauf. Veranstalter Peter Kaun legt Wert darauf, dass hier weder Neuware noch Kirmesplunder verkauft wird. Das schätzen besonders Stammgäste, die seit Jahren am ersten August-Sonntag den Dießen-Ausflug als festen Termin im Kalender haben. Kaun: „Die Markstrukturen sind gesund gewachsen, das Verhältnis zwischen Anbietern und Besuchern ausgewogen. Die besondere Lage am Seeufer lädt geradezu ein zum Lustwandeln und Kommunizieren.“ Die meisten Anbieter kommen seit Jahren und sind ausgesprochen zufrieden mit der Publikumsresonanz.

Man könnte eine Veranstaltung dieser Art natürlich auch ganz unromantisch „Gebrauchtwaren-, Second Hand- und Trödelmarkt“ nennen. „Woher kommt eigentlich der Name Flohmarkt?“, wollte der KREISBOTE von den Besuchern und Ausstellern wissen. Keiner konnte das Wort definieren, das man so selbstverständlich in den Mund nimmt. Hier die Auflösung:

Aus dem 18. Jahrhundert

Der Name stammt aus Frankreich, wo die ersten Märkte für alte Kleider stattfanden, die Händler von Reichen und Adeligen abgekauft hatten. Da man es im 18. Jahrhundert mit der Hygiene nicht so genau nahm, waren die Klamotten voller Flöhe, die so mit dem Kauf zum neuen Besitzer wechselten. Im Volksmund nannte man das „marché aux puces“, also Flohmarkt.

In Wien hatte der Flohmarkt eine andere Bedeutung: Auf Wanderschauen im 18. Jahrhundert wurden exotische Tiere präsentiert. Gegen Entgelt befreiten dressierte Affen heimgesuchte Wiener von Flöhen und Läusen. Daher auch der Ausdruck „Mich laust der Affe“.

Dieter Roettig

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