"Ohne Bier kein Bayern"

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Schloss Kaltenberg wird am 23. April Schauplatz einer großen Feier zum Jubiläum des Reinheitsgebots sein.

Kaltenberg – 500 Jahre Reinheitsgebot – anlässlich dieses besonderen Jubiläums findet am 23. April in der Arena auf Schloss Kaltenberg ein Festgottesdienst mit anschließender Feier statt. Mehr als 6500 Mitglieder von bayerischen Schützen-, Trachten-, Musik- und Traditionsvereinen sind dabei der persönlichen Einladung von Prinz Luitpold von Bayern gefolgt. Die anwesenden Musiker der Vereine werden sich dabei zu einem 1300 Mann starken Orchester zusammenschließen und den Festgottesdienst begleiten.

„Ohne Bayern kein Bier. Ohne Bier kein Bayern“, mit dieser Formel bringt Prinz Luitpold von Bayern die besondere Bedeutung des Reinheitsgebotes für Geschichte und Kultur des Freistaates auf den Punkt. Dessen Familie, das Haus Wittelsbach, hat vor 500 Jahren das Reinheitsgebot erlassen. Das in der bayerischen Landesordnung von 1516 formulierte Gesetz, wonach Bier nur aus den Bestandteilen Hopfen, (Gersten-)Malz und Wasser bestehen dürfe, gilt als das älteste Lebensmittel- und Verbraucherschutzgesetz der Welt.

Prinz Luitpold von Bayern lädt ein.

In den Folgejahren konnte das Haus Wittelsbach dank des Weißbiermonopols die bayerischen Staatsfinanzen derart sanieren, dass Bayern im 30-jährigen Krieg eine besonders starke Rolle spielte und dadurch die Oberpfalz und die Kurfürstenwürde hinzugewann. Dieser Größenzuwachs ist später mit einer der Hauptgründe, weshalb Bayern im 19. Jahrhundert zum Königreich wurde. Wenn man so will, hat Bayern seine Königswürde nicht erheiratet, sondern ertrunken. „Ohne das Reinheitsgebot würde es Bayern in seiner heutigen Form nicht geben“, weiß Prinz Luitpold von Bayern. Noch heute ist Bier aus der bayerischen Kultur nicht wegzudenken. Kein großes Fest wird in Bayern ohne Bier gefeiert. Das gilt für regionale Feste ebenso wie für das weltweit berühmte Oktoberfest.

Um das 500-jährige Jubiläum des Reinheitsgebotes angemessen zu begehen, hat Prinz Luitpold von Bayern Mitglieder von bayerischen Heimatvereinen persönlich zu einem Fest nach Schloss Kaltenberg eingeladen. Die Rückmeldungen auf die Einladung seien überwältigend, so Pressesprecher Markus Wiegand. Dort, wo sonst das weltbekannte Kaltenberger Ritterturnier stattfindet, werden sich am Samstag, 23. April, mehr als 6500 Mitglieder von bayerischen Trachten-, Musik-, Traditions- oder Schützenvereinen aus ganz Bayern versammeln und einen mehr als zwei Kilometer langen Kirchenzug formen. Beim anschließenden Gottesdienst werden sich die Musiker der Vereine zu einem 1300 Mann starken Orchester zusammenschließen und die Schubert-Messe spielen.

„Neben dem Gedenken ist es uns auch ein Anliegen, den Traditionsvereinen eine Gelegenheit zu geben, sich an diesem Tag in Kaltenberg zu präsentieren und auszutauschen; und natürlich wollen wir alle auch gemeinsam miteinander feiern“, erklärt Prinz Luitpold von Bayern. Dafür wird eigens noch ein zusätzliches Festzelt aufgestellt. Für Musik sorgen die Musiker der eingeladenen Vereine. Es wird Goaßlschnalzer und Böllerschützen geben, dazu natürlich Bier und Tanz.

Das wird man auch am Folgetag, am Sonntag, 24. April, in Kaltenberg erleben. Aufgrund der überwältigenden Resonanz auf den Festtag, hat sich Prinz Luitpold von Bayern dazu entschieden, ab 10 Uhr auf dem Schlossgelände ein großes Volksfest zu veranstalten. Die Mass Bier wird es zur Feier des Tages zum Jubiläumspreis von 500 Cent geben.

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