In geheimer Mission und  mehr

Uttings Wasserwacht in der Bundesliga aktiv

+
Stolz auf die Wasserwacht und ihren Nachwuchs zeigte sich Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger (links) mit Christian Thurner, Kreisvorsitzender Frank Böhm, Martin Riedel, Kassenwart Stefan Steinbrückner, Xaver Hirschvogel, Clemens Kalinowski, Alexander Denzel, Vorsitzender Markus Leiter und Andrea Riedel (von links).

Utting – Das Lob kam aus berufenem Munde: Frank Böhm, Vorsitzender der Kreis-Wasserwacht Landsberg, bezeichnete die Ortsgruppe Utting als die aktivste unter den neun Wasser­wachten im Landkreis. Neben den eigenen Aufgaben greife man auch anderen unter die Arme und helfe aktiv in den mobilen Schnelleinsatzgruppen von Schondorf und Dießen mit.

Das ganze Leistungsspektrum zeigte sich auch eindrucksvoll bei der Einsatzbilanz während der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus. Vorsitzender Markus Leiter freute sich besonders, dass die Nachwuchssorgen vorbei sind – elf neue Wasserwachtler konnte er vermelden. Von den insgesamt 376 Mitgliedern sind 38 aktiv.

Und die hatten im vergangenen Jahr eine Menge zu tun. Imposante 4.338 Wachstunden im Strandbad und am Campingplatz absolvierten sie. Dass die Chefs mit gutem Beispiel vorangehen, zeigte Leiters Einzelbilanz mit 358 Stunden und des stellvertretenden technischen Leiters Frederik Riedel, der es auf 329 Stunden brachte. Mit dem Wachdienst allein war es aber nicht getan. Dazu kamen 782 Arbeits- und 1.180 Ausbildungs- sowie 238 Stunden Sanitätsdienststunden. Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger gratulierte zu dieser Bilanz und sagte der Wasserwacht auch künftig seine volle Unterstützung „auf dem kurzen Dienstweg“ zu.

Im vergangenen Jahr absolvierte die ehrenamtlich tätige Uttinger Wasserwacht unter anderem 87 Erste-Hilfe-Leistungen an Land und auf dem Wasser, drei Lebensrettungen und 15 Sachbergungen. Das Boot musste 129 Mal ausrücken. Jollen, Kats und Kanus waren gekentert und mussten aufgerichtet oder abgeschleppt werden. Losgerissene Boote wurden gesucht, Ruderer, Kiter und Schwimmer bei aufziehenden Stürmen in Sicherheit gebracht. Leider waren auch drei Leichenbergungen dabei, wie Frederik Riedel bedauerte.

Abseits der Wach-, Rettungs- und Bergungseinsätze wurden auch Aufgaben bewältigt, die Abwechslung in den Wasserwachtalltag brachten. Wie der Rotkreuz-Dienst beim zweitä­gigen PULS-Openair-Festival des Bayerischen Rundfunks auf Schloss Kaltenberg, beim Triathlon in Riederau oder als „Muskeltraining“ beim Schnellschaufel-Einsatz in Südbayern. „Top-Secret“ lief im Oktober ein Einsatz ab, als die Uttinger einen geheimnisvollen Prominenten beim Kitesurfen „bewachen“ mussten. Um wen es sich handelte, wird nach wie vor nicht verraten.

Bundesliga-Einsatz

Ebenso ungewöhnlich: Zehn Uttinger Wasserwachtler reisten in das rheinländische Bornheim, um die dortigen Kameraden bei der sanitätsdienstlichen Absicherung des Karnevalend­spurts zu unterstützen. Highlight war dann ein Einsatz beim Bundesligaspiel Bayer Leverkusen 04 gegen Freiburg. Hier schafften es die Uttinger sogar ins Fernsehen, als sie mit Erste-Hilfe-Koffer und Trage aufs Spielfeld gerufen wurden.

Dieter Roettig

Auch interessant

Meistgelesen

Wenn die Schaukelei vor dem Gericht endet
Wenn die Schaukelei vor dem Gericht endet
Advents-Aktion "Dießen leuchtet" lockt mit vielen Attraktionen
Advents-Aktion "Dießen leuchtet" lockt mit vielen Attraktionen
Rentner baut Uttings Sprungturm originalgetreu nach
Rentner baut Uttings Sprungturm originalgetreu nach
Kulturförderpreis Landsberg – ein Abend der Höhepunkte
Kulturförderpreis Landsberg – ein Abend der Höhepunkte

Kommentare